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Gegneranalyse | Forechecking: Eintracht Frankfurt

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Seit Kostic wieder in Form ist, läuft es bei der Eintracht (Foto: Matthias Hangst / Getty Images)

Am Mittwochabend trifft die Mannschaft von Adi Hütter im Borussia-Park auf dessen ehemaligen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt. Auch bei den Hessen läuft längst nicht alles rund.

Kurz vor Weihnachten nimmt die Bundesliga mit dem Wochenspieltag nochmal Fahrt auf. Für die Fohlen steht direkt die nächste schwierige Aufgabe bevor und das Spiel hat auch noch einiges an Brisanz zu bieten. Adi Hütter trifft auf seinen ehemaligen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt. Wie auch in Gladbach mit Rose, verlief der Abgang des jetzigen Fohlen-Coachs alles andere als geräuschlos. Sportlich verpasste man dazu die Qualifikation für die Champions League.

Nachfolger von Hütter in Frankfurt ist Oliver Glasner. Der Österreicher vermochte bis jetzt noch nicht für die Euphorie sorgen, die bei der Eintracht in den ‘guten Hütter-Zeiten’ herrschte. Die Mannschaft agierte nicht konstant genug und erst in den letzten Wochen stellten sich auch Resultate ein. Die Eintracht rangiert im Moment auf Platz 9, hat aber nur drei Punkte mehr auf dem Konto als die Fohlen. Doch das Momentum spricht für die Hessen - sorgten sie doch am letzten Spieltag für für mächtig Aufsehen. Nach 0:2 Rückstand konnte man am Ende 5:2 gegen Bayer Leverkusen gewinnen.

Zurück zum Hütter-System

Nach dem Wechsel auf der Trainerbank gab es auch Veränderungen in der Spielanlage der Frankfurter. Glasner wollte die Eintracht auf die nächste Stufe heben. Der neue Coach musste jedoch schnell feststellen, dass gerade die Abgänge im Kader nicht so ohne Weiteres weggesteckt werden konnten. Zu Beginn der Saison veränderte Glasner die Grundformation und wechselte von der erprobten Dreierkette auf eine Viererkette. Nach einer Niederlage und fünf Unentschieden zu Saisonbeginn machte der Ex-Wolfsburger die Kehrtwende und ließ wieder mit Dreierkette agieren.

Auch die Spielidee veränderte sich etwas - die Eintracht spielt aktuell im Vollgas-Modus bis zur völligen Erschöpfung. Frankfurt investiert viel und befindet sich dank einer sehr körperbetonten Spielweise im Aufwärtstrend. Wurde zu Beginn noch von Störungen im Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft gesprochen, scheint man mittlerweile immer mehr zusammenzufinden.

Kostic findet zurück zu alter Stärke

In der Sommerpause gab es nicht nur den Trainer, der eine neue Herausforderung suchte. Auch einige Spieler forcierten einen Wechsel. Der Top-Torjäger der letzten Saison, Andre Silva, unterschrieb einen lukrativen Kontrakt in Leipzig. Auch Flügelspieler und Aktivposten Filip Kostic stand kurz vor einem Abgang und blieb letztlich doch in Frankfurt hängen. Zu Beginn der Saison merkte man dem Serben deutlich den Unmut über den geplatzten Wechsel an. Auch Glasner spürte die fehlende Motivation und setzte Kostic auf die Bank.

Doch nach und nach haben der für seine Flankenkäufe bekannte Kostic und sein neuer Trainer zueinander gefunden. Aktuell glänzt Kostic mit drei erzielten Treffern und sechs Vorlagen. Der Top-Scorer der Frankfurter ist gleichzeitig auch bester Torschütze seines Teams. Aber auch Stürmer Rafael Borré findet sich nach Startschwierigkeiten immer besser zurecht. Der Kolumbianer traf bisher ebenfalls dreimal für Hessen.

Keine Ausfälle

Eintracht Frankfurt ist personell gesehen kurz vor dem Ende der Hinrunde in einer guten Situation. Oliver Glasner kann auf dem gesamten Kader zurückgreifen - kein Spieler fehlt aufgrund einer Verletzung.Da die Frankfurter jedoch viele intensive Begegnungen auch auf europäischer Bühne hinter sich haben, ist eine teilweise Rotation am Mittwochabend im Borussia-Park durchaus denkbar. Klar ist, dass die Frankfurter heiß sein werden, um ihrem Ex-Trainer eins auszuwischen.

Voraussichtliche Aufstellung Eintracht Frankfurt:

Trapp - Tuta, Hasebe, Hinteregger - Sow, Jakic - da Costa, Kostic - Lindström, Kamada - Borré


von Niklas Kirchhofer

 

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