Florian Neuhaus

»Das Tor hat ihnen brutal in die Karten gespielt«

von Florian Neuhaus

Florian Neuhaus bei der Partie in Berlin

Die Niederlage bei Union Berlin hat die Gladbacher Borussen mächtig geärgert, vor allem das frühe Gegentor wurde als Knackpunkt ausgemacht. So sah es auch Florian Neuhaus nach dem Abpfiff im Stadion an der Alten Försterei.

Es war eine so angenehme Woche für Florian Neuhaus, der bekanntlich am Dienstag seinen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach vorzeitig bis 2024 verlängert hat. Am Samstag im Auswärtsspiel bei Union Berlin wurde der 22-Jährige mit einem Platz in der Anfangself belohnt - und das auf seiner erklärten Lieblingsposition zentral im Mittelfeld. Doch nach dem Abpfiff der Partie beim Aufsteiger aus der Hauptstadt schaute Neuhaus genauso bedröppelt drein, wie die Gladbacher Kollegen. »Natürlich ist diese Niederlage extrem bitter«, sagte er.

»Das zeigt, dass wir noch nicht so ganz weit sind, wie wir teilweise geschrieben wurden«, fügte er an. Nach einer mehr als ordentlichen Anfangsphase gab es nach einer Viertelstunde einen spürbaren Bruch im Gladbacher Spiel. »Wenn wir mit der ersten Kopfballchance von Patrick Herrmann in Führung gehen, dann läuft das hier heute ganz anders«, trauerte Neuhaus dem Pfostenkopfball von Borussias Nummer 7 nach. »Und dann macht Union gleich mit der ersten Chance das Tor - das war eiskalt. Das Tor hat ihnen brutal in die Karten gespielt. Dann konnten sie sich hinten rein stellen und mit langen Bällen agieren. Das hat uns heute ein Stück weit den Zahn gezogen.«

»Ich glaube, das Spiel wird uns nicht aus der Bahn werfen«

»Wir sind angerannt, machen aber die Tore nicht«, so Neuhaus weiter. »Ich hatte schon das Gefühl, dass wir bis Mitte der gegnerischen Hälfte gut durch kombiniert haben, dann hat aber der letzte Punch gefehlt.« Die Gladbacher liefen sich ein ums andere Mal fest und letztlich fehlte es neben der Durchschlagskraft auch an den zündenden Ideen. »Union hat aber auch wahnsinnig viel wegverteidigt«, zollte Neuhaus den Gastgebern Lob. »Uns ist es dann nicht mehr gelungen, richtige Torchancen herauszuspielen.«

Nun gilt es für Florian Neuhaus und Kollegen, mit dem Negativerlebnis richtig umzugehen. »Ich glaube, das Spiel wird uns nicht aus der Bahn werfen«, so Neuhaus. »Wir haben schon öfter gezeigt, dass wir nach Rückschlägen wiederkommen können. Darauf liegt jetzt der Fokus.« Am Donnerstag in der Europa League wartet ein ähnlich gepolter Gegner auf die Borussen. »Wir wollen gegen Wolfsberg eine Reaktion zeigen«, so Neuhaus.

 


von Marc Basten, Nadine Basten und Jan van Leeuwen

 

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