Einwurf nach dem Spiel gegen Fürth

Borussias Ernsthaftigkeit lässt Fürth keine Chance

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Klar und konzentriert - Lars Stindl und die Borussen beim Sieg gegen Fürth (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Das 4:0 über die SpVgg Greuther Fürth war auch in dieser Höhe für Borussia Mönchengladbach verdient. Die Fohlenelf zog die Partie mit der nötigen Ernsthaftigkeit durch, profitierte aber auch von der naiven Herangehensweise des Gegners.

Die Voraussetzungen für die Partie gegen den sieglosen Tabellenletzten waren für Borussia Mönchengladbach alles andere als ideal. Eine Länderspielpause, in der einige Basisspieler anstrengende Reisen und Aufgaben zu bewältigen hatten, dazu die Verletzungssorgen in der Abwehr und die Tatsache, dass für eine vernünftige Vorbereitung auf dieses Spiel kaum Zeit war, ließen ein gewisses Stolperpotential erahnen. Allgemein wurde daher ein zähes und eher dürftiges Spiel im Borussia-Park erwartet - passend zum tristen Novemberwetter.

Dass es ein sehr unbeschwerter und locker-flockiger Nachmittag wurde, kam dann doch ein wenig überraschend. Die Borussen nahmen die Partie von Beginn an mit der notwendigen Ernsthaftigkeit an und ließen zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Zweifel aufkommen, wer im Borussia-Park den Takt vorgibt. Diese konzentrierte Herangehensweise ist unter Adi Hütter mittlerweile Usus und unterscheidet sich deutlich zur Vorsaison. Auch wenn man berücksichtigen muss, dass es ohne die internationale Belastung einfacher ist, auch ein Spiel gegen den Tabellenletzten total fokussiert anzugehen.

Letztlich konnte der Pflichtsieg entspannt verbucht werden

Der frühe Führungstreffer tat sein Übriges, dass die Partie in geordneten Bahnen verlief. Natürlich darf auch nicht unterschlagen werden, dass die Fürther in der ersten Halbzeit sehr naiv zur Sache gingen. Sie ließen nicht nur die Gladbacher Spielgestalter Hofmann und Stindl schalten und walten, sie öffneten auch unglaubliche Räume für Umschaltangriffe, weil sie einfältig ihre Staffelung aufgaben, wenn sie in Ballbesitz waren. Nahezu jeder abgefangene Pass auf dem Weg nach vorne eröffnete den Borussen Möglichkeiten. Das Geschenk, das Florian Neuhaus beim 2:0 vom Fürther Keeper erhielt, war dann die Kirsche auf die Torte der Unbedarftheit der Gäste.

Auch wenn die Borussen nicht ganz fehlerlos agierten, so kontrollierten sie das Geschehen dennoch zu jeder Zeit. Das 3:0 vor der Pause war bereits die Entscheidung, so dass der zweite Durchgang nur noch seriös abgewickelt werden musste. Auch dabei ließen die Gladbacher keinen Zweifel aufkommen und sorgten letztlich dafür, dass der Pflichtsieg völlig entspannt verbucht werden konnte. Der Anschluss an die interessanten Tabellenplätze ist hergestellt und jetzt geht die volle Konzentration in Richtung des Derbys. Da wird es ganz sicher anders zur Sache gehen, aber die Ernsthaftigkeit, die gegen Fürth an den Tag gelegt wurde, wird auch in Köln die Basis sein.

 


von Marc Basten

 

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