Einwurf nach dem Spiel gegen Werder Bremen

Borussia setzt ein weiteres wichtiges Signal

von Einwurf nach dem Spiel gegen Werder Bremen

Die Borussen konnten sich nach dem Heimsieg gegen Werder feiern lassen (Foto: TORfabrik.de)

Borussia Mönchengladbach nimmt auch die Hürde Werder Bremen und setzt zum Abschluss der Hammerwochen ein weiteres Signal. Die Mannschaft hat allen Widrigkeiten getrotzt und ihr Ding durchgezogen.

Es war fraglos kein einfaches Spiel für Borussia Mönchengladbach gegen die ausgeruhten Bremer im Borussia-Park. Dass die Fohlen teilweise kurz davor waren, das Resultat auf 4:0 zu stellen, entsprach nicht wirklich den Kräfteverhältnissen auf dem Platz. Werder machte ein gutes Auswärtsspiel und ohne einen Yann Sommer in Weltklasseform hätte es auch ganz anders laufen können.

Bei der Aufarbeitung des Spiels muss schon hinterfragt werden, wie Bremen zu derart vielen hochkarätigen Möglichkeiten kommen konnte und warum man Rashica nicht unter Kontrolle bekam. Andererseits müssen natürlich auch die Umstände berücksichtigt werden, die alles andere als normal waren. Zum Ende der kräftezehrenden englischen Wochen musste man gegen einen starken Gegner nochmals das volle Repertoire auffahren.

Vor einem Jahr hatte Borussia nur zwei Zähler weniger

Dass die Mannschaft es immer wieder schafft, allen Widrigkeiten zu trotzen und kollektiv über die Schmerzgrenze hinauszugehen ist bemerkenswert. Schon wieder war Marco Rose zu zwei verletzungsbedingten Wechseln gezwungen, doch einen Knacks verursachte das nicht. Die Mannschaft blieb in sich stabil, wobei dazu auch der Spielverlauf beitrug. Der frühe Doppelschlag brachte Sicherheit, dazu kam der Bremer Chancenwucher. Wenn Yann Sommer sogar einen Elfmeter pariert, dann weiß man, dass an so einem Tag eigentlich nicht viel schief gehen kann.

Mit dieser neuerlichen Energieleistung setzt Borussia ein weiteres Signal. Die Tabellenführung wurde behauptet und sogar auf vier Punkte ausgebaut. Das ist und bleibt eine tolle Momentaufnahme, aber nicht mehr. Der Blick geht ein Jahr zurück, als man zum gleichen Zeitpunkt – übrigens nach einem 3:1 über Werder, allerdings im Weserstadion – als Tabellenzweiter nur zwei Punkte weniger als heute auf dem Konto hatte. Was damals im weiteren Saisonverlauf passierte, sollte Warnung genug sein, jetzt keine Luftschlösser zu bauen. Marco Rose brachte das Motto für die ersehnte Länderspielause am Sonntag auf den Punkt: »Kurz durchschnaufen und dann dran bleiben«.

 


von Marc Basten

 

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