Dritter Sieg in Folge ohne Gegentor

Seriensieger: So langsam wird es unheimlich

von Einwurf nach dem Spiel auf Schalke

Jubel der 'Rasselbande' nach dem erlösenden Führungstreffer durch Christoph Kramer (Foto: TORfabrik.de)

Borussia Mönchengladbach gewinnt auch das dritte Spiel im neuen Jahr und schiebt sich auf den zweiten Tabellenplatz vor. Erneut behält die Borussia in einem komplizierten Spiel die Oberhand.

Die Partie in der Schalker Arena hielt sicherlich nicht das, was man sich unter dem Label ‚Topspiel‘ allgemein vorgestellt hat. Verwundert hat das niemanden, der sich ein wenig mit dem Fußball beschäftigt, der auf Schalke ‚zelebriert‘ wird. Nach den 94 Minuten am Samstag durften die Gelsenkirchener sogar von sich behaupten, dass sie trotz der 0:2-Niederlage eine der fußballerisch besseren Darbietungen abgeliefert haben. Das sagt schon viel aus.

Die Fohlenelf war mit Ausnahme einer zehnminütigen ‚Schluderphase‘ im ersten Durchgang das reifere, dominantere und schlichtweg bessere Team. Dabei glänzten die Borussen nicht wirklich: Sie agierten stabil, aber im Offensivspiel kosteten sie immer mal wieder eigene Unsauberkeiten den Torabschluss. Bis zur Roten Karte neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend, danach spielte nur noch Gladbach.

Das machten die Gäste ordentlich und mit der mittlerweile zum Repertoire gehörenden Geduld. Ein wenig mehr Zielstrebigkeit hätte man sich gewünscht, aber dass die Mannschaft zu keiner Zeit die Nerven verlor, ist eine echte Qualität. So gelang es letztlich fünf Minuten vor dem Ende, den Bann zu brechen.

Das zweite Tor war eine demütigende Demonstration

Dass es schließlich zwei Spieler von der Bank waren, die das Spiel entschieden, war eine nette Randnotiz. Es zeigt, dass Borussia in der Lage ist, auf verschiedene Situationen zu reagieren und personell nachzulegen.

Der Höhepunkt des Abends war ganz sicher der zweite Treffer, vor dem die Gladbacher den Ball mehrere Minuten am Stück zirkulieren ließen, ohne dass ein Schalker das Leder berührte. Dass die Borussen diese für den Gegner so demütigende Demonstration mit einem Tor abschlossen, war das Sahnehäubchen.

Der dritte Sieg in der Rückrunde war verdient, zum dritten Mal in Folge blieb man ohne Gegentor und rückt auf den zweiten Tabellenplatz vor. So langsam wird es unheimlich, mit welcher Selbstverständlichkeit die Borussia auch noch so komplizierte Aufgaben abarbeitet. Doch klar ist auch: Die Ausgangsposition ist besser denn je, doch noch ist nichts erreicht. Nachlassen ist nicht ...

 


von Marc Basten

 

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