1. Runde DFB-Pokal: SV Oberachern - Borussia Mönchengladbach

9:1! Borussia lässt gegen Oberachern nichts anbrennen

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Marcus Thuram mit einem Hattrick in Freiburg (Foto: Langer - Imago Images)

Mit einem souveränen 9:1 (6:0) zog Borussia Mönchengladbach am Sonntag gegen den Oberligisten SV Oberachern in die zweite Pokalrunde ein. Marcus Thuram erzielte einen Hattrick, Jonas Hofmann traf doppelt und zudem trafen Bensebaini, Stindl, Scally und Neuhaus für die Fohlenelf.

Borussias Trainer Daniel Farke musste bei seinem Pflichtspieldebüt bei der Fohlenelf auf Torwart Yann Sommer verzichten, der aufgrund seiner Oberschenkelprobleme fehlte. Ersetzt wurde der Schweizer Nationalkeeper durch Moritz Nicolas. Weiterhin standen Marvin Friedrich (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Hannes Wolf (Muskelverletzung im Oberschenkel), Jordan Beyer und Manu Koné (beide Trainingsrückstand) und Tobias Sippel (Corona-Fall im direkten Umfeld) nicht zu Verfügung.

Farke schickte eine Viererkette mit Scally, Itakura, Elvedi und Bensebaini ins Rennen. Davor agierten Kramer und Neuhaus als Sechser, während Hofmann, Stindl und Plea die offensive Dreierreihe hinter der einzigen Spitze Thuram bildeten. Wie zuvor angekündigt, verzichtete der Coach auf Experimente.

Blitzstart der Borussia: Führung mit dem ersten Angriff

Die Fohlenelf erwischte einen Traumstart und ging bereits mit dem ersten Angriff in Führung. Plea spielte einen Pass durch die Mitte, Stindl leitete mit einem Kontakt weiter auf Thuram, der im Strafraum mit rechts flach ins Eck schoss (3.). Hofmann (7.) und Neuhaus (10.) hätten bereits frühzeitig erhöhen können, ließen ihre Gelegenheiten jedoch ungenutzt.

Auf der anderen Seite agierte der Fünftligist durchaus mutig und verzeichnete in den ersten zwanzig Minuten zwei, drei Torannäherungen. Die Borussen wirkten in einigen Szenen (Bensebaini, Neuhaus) etwas unkonzentriert und umständlich. Kapital konnte Oberachern daraus allerdings nicht schlagen. Echte Chancen gab es weiterhin nur für Borussia - so wurde ein Schuss von Plea nach Hackenvorlage von Thuram so gerade noch vor der Linie geklärt (20.).

Thuram mit einem lupenreinen Hattrick

Zwei Minuten später legten der VfL den zweiten Treffer nach. Scally spielte über rechts auf Hofmann, dessen flache Hereingabe an den Elfmeterpunkt von Thuram mit der Picke durch die Beine des Torwarts in den Kasten gekickt wurde (22.). Stindl vergab kurz darauf eine Großchance (26.) und zudem wurde den Borussen ein Handelfmeter verweigert (33.). Doch auch so wurde das Spiel bereits nach 36 Minuten endgültig entschieden. Nach einer Ballstaffette über viele Stationen passte Stindl zentral in den Lauf von Thuram, der den Torwart mit einem schönen Übersteiger ins Leere laufen ließ und zum 3:0 einschob - damit war der Hattrick des Franzosen perfekt.

Wenige Sekunden später löste Hofmann eine Pressingsituation aus, in dessen Folge Stindl den Ball eroberte und flach in den Strafraum spielte, wo Hofmann durchgestartet war und von halbrechts durch die Beine des Keepers zum 4:0 vollendete (37.). Oberachern war nunmehr sichtlich angeschlagen und kassierte vor dem Seitenwechsel zwei weitere Treffer. Zunächst brachte Hofmann eine eigentlich verunglückte Hereingabe von rechts in den Sechzehner, den ein Spieler von Oberachern unbeabsichtigt ‘scharf’ machte, so dass Bensebaini am Fünfer gedankenschnell zum 5:0 einnetzen konnte (45.).

Stindl trifft und muss später verletzt raus

In der Nachspielzeit konterten die Gladbacher mustergültig. Stindl spielte auf Hofmann, der wiederum Plea auf halblinks bediente. Der Franzose hätte im Strafraum selbst abschließen können, legte aber nochmal quer auf Hofmann, der den 6:0-Pausenstand besorgte. Und nach dem Seitenwechsel ging das muntere Toreschießen direkt weiter: Plea zog aus 18 Metern ab, der Torwart wehrte nach vorne ab und Stindl staubte zum 7:0 ab (47.)

Danach entwickelte sich das Spiel kurzzeitig in Richtung Sommerfußball, ehe es einen unschönen Weckruf gab: Lars Stindl packte sich nach einem langen Schritt an die Leiste und signalisierte direkt, dass er ausgewechselt werden musste. Während Stindl noch behandelt wurde, erzielten seine Kollegen in Unterzahl den nächsten Treffer. Hofmann spielte auf Plea, der auf halbrechts zu Scally passte. Der US-Nationalspieler schoss hoch und nicht platziert aufs Tor, doch der Oberachener Schlussmann bekam die Hände nicht mehr richtig hinter den haltbaren Ball (59.).

Umjubelter Ehrentreffer - Neuhaus sorgt für den Schlusspunkt

Auf Gladbacher Seite kam Herrmann für Stindl und übernahm direkt dessen Kapitänsbinde. Kurz darauf schlug die große Stunde des Fünftligisten, der sich schnell hinten raus befreite und einen langen Ball in Richtung ihres Stürmers Huber spielte. Der nahm den Ball stark zwischen Itakura und Scally mit und wuchtete das Leder am chancenlosen Nicolas vorbei ins lange Eck zum umjubelten Ehrentreffer (60.).

Neuhaus, der in der Schlussphase hinter den Spitzen spielte, setzte in der 78. Minute mit dem neunten Gladbacher Tor den Schlusspunkt, nachdem er zuvor bereits zwei gute Chancen hatte liegen lassen. Nach Zuspiel von Thuram von der Seite drehte sich Neuhaus im Sechzehner um einen Gegenspieler herum und nagelte den Ball aus elf Metern zum 9:1 in den Winkel.

Souverän und mit der nötigen Ernsthaftigkeit

Borussia zieht damit erwartungsgemäß souverän in die zweite Pokalrunde ein. Die Fohlenelf hat die Pflichtaufgabe im Breisgau mit der nötigen Ernsthaftigkeit über die Bühne gebracht und nicht den leisesten Zweifel aufkommen lassen. Ärgerlich war an diesem Nachmittag lediglich die Verletzung von Lars Stindl.

Kurzstatistik zum Spiel:

SV Oberachern: Redl - Zwick (72. Dietrich), Leberer, Fritz - Ludwig, Gueddin, Güzelcoban (83. Knobelspies), Awell (64. Ambri), Asam - Huber (83. Stefotic), Durmus (64. Barnick)

Borussia Mönchengladbach: Nicolas - Scally (75. Lainer), Itakura, Elvedi, Bensebaini (75. Netz) - Kramer, Neuhaus - Hofmann (75. Reitz), Stindl (60. Herrmann), Plea (82. Borges Sanches) - Thuram

weiter im Kader: Olschowsky (ETW), Fraulo, Jantschke, Müsel

Tore: 0:1 Thuram (3.), 0:2 Thuram (22.), 0:3 Thuram (36.), 0:4 Hofmann (37.), 0:5 Bensebaini (45.), 0:6 Hofmann (45.+3), 0:7 Stindl (47.), 0:8 Scally (59.), 1:8 Huber (61.), 1:9 Neuhaus (78.)

Schiedsrichter: Nicolas Winter

Gelbe Karten: -

Zuschauer: 13.558 (Dreisamstadion Freiburg)

 

von Redaktion TORfabrik.de

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