Denis Zakaria

Rose: »Denis brauchte mal eine Pause«

von Denis Zakaria

Erstmals nicht von Beginn an auf dem Feld: Denis Zakaria in Leverkusen (Foto: TORfabrik.de)

Denis Zakaria, Gladbachs Dauerbrenner in dieser Saison, saß in Leverkusen in bis zur 69. Minute auf der Bank. Der eigentlich ›Unverzichtbare‹ musste in ungewohnter Rolle zuschauen, half dann aber noch, den Sieg zu sichern.

Wenn man nach einem Schlüsselspieler bei Borussia Mönchengladbach in der bisher so erfolgreichen Saison sucht, dann wird man schnell beim Namen Denis Zakaria fündig. Der Schweizer hat sich unter Marco Rose als unverzichtbare Stütze entwickelt - ob auf seiner Stammposition als Sechser, ab und an als Achter oder wie zuletzt als zentraler Mann der Dreierabwehrkette. Der 22-Jährige ragt nicht nur wegen seiner Körpergröße aus dem Gladbacher Ensemble heraus.

Kein Wunder, dass er mittlerweile in der Gerüchteküche eine heiße Nummer ist. Mehrere internationale Topklubs werden als ernsthafte Interessenten gehandelt und man benötigt nicht viel Phantasie um zu erkennen, dass Zakaria ein Typ Spieler ist, der sehr gut in die Premier League passt. Dass die geldgeschwängerten Klubs von der Insel alsbald mit großen Beträgen locken werden, ist sicher. In Gladbach weiß man, dass es schwer werden wird, das Juwel lange am Niederrhein zu halten. Aber die Borussen haben das Heft des Handelns in der Hand, denn im bis 2022 laufenden Vertrag von Zakaria gibt es keine Ausstiegsklausel. Das bestätigte Max Eberl am Freitag.

»Auch vom Kopf her merkst du ihm an, dass er durch ist«

In dieser Saison absolvierte Zakaria alle Pflichtspiele über die volle Distanz - und das auf einem extrem hohen Niveau. Dennoch saß er am Samstag in Leverkusen auf der Bank. »Wir haben gemeinsam entschieden, dass es einfach gar keinen Sinn macht, ihn von Anfang an zu bringen«, erklärte Marco Rose anschließend. Nicht nur die körperliche Belastung der letzten Wochen hat Zakaria ausgelaugt. »Auch vom Kopf her merkst du ihm an, dass er durch ist«, so Rose. »Denis brauchte mal eine Pause.«

Die währte in der BayArena 69 Minuten, ehe er sich ins Getümmel stürzen durfte und half, den knappen Sieg über die Zeit zu bringen. »Für ihn war wichtig das Signal zu sehen, ich muss nicht immer«, erklärte Rose. »Und wenn er dann nochmal eine halbe Stunde spielt, war das für ihn okay«. Weil Zakaria letztlich doch noch ein wichtiger Bestandteil des Teamerfolges war, konnte er mit seiner Auszeit gut leben. Für den Kopf, aber auch für die langen Beine des Schlacks könnte das mit Blick auf die beiden finalen Partien vor der Länderspielpause viel wert sein. Rose: »Ich glaube schon, dass wir ihn da heute gut entlasten konnten«.

 


von Marc Basten

 

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