Glücklicher Punkt in Hoffenheim

Auswärts fehlt Borussia das gewisse Etwas

von Glücklicher Punkt in Hoffenheim

Thorgan Hazard und die Borussen hatten offensiv nicht viel zu bestellen (Foto: Alex Grimm / Bongarts / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach kann mit dem Punkt in Hoffenheim mehr als zufrieden sein. Dass er glücklich war, daran besteht kein Zweifel. Auch in Sinsheim konnten die Fohlen fußballerisch nicht an das anknüpfen, was man im heimischen Borussia-Park auf den Platz bringt.

Der Punkt in Hoffenheim ist teuer bezahlt. Die Verletzungen von Raffael und Stindl (siehe Kurzpass) sind ein Dämpfer und zeigen, wie schnell aus einer Riesenauswahl im Kader eine Problemsituation werden kann.

In Sinsheim wurde deutlich, dass der Ausfall mehrerer Basisspieler eben nicht gleichwertig kompensiert werden kann. Wobei Youngster Jordan Beyer, der für den kurzfristig ausgefallenen Tony Jantschke eingesprungen war, einen nahezu perfekten Lückenschluss hinbekommen hat. Aber bei Michael Cuisance gab es im Vergleich zu Hofmann oder Zakaria deutliche Unterschiede.

Dass am Ende gegen die wie wild angreifenden Hoffenheimer Cuisance, Bénes und Beyer die Kastanien aus dem Feuer holen mussten, war eine alles andere als optimale Konstellation – aber eben den Umständen geschuldet und damit unvermeidlich. Von daher gewinnt das torlose Remis noch an Bedeutung – es war ganz klar ein Punktgewinn.

Auch wenn Hoffenheims Trainer Nagelsmann anschließend von der besten Saisonleistung seiner Mannschaft sprach und sogar soweit ging, dass es in seiner Amtszeit noch kein besseres Spiel gegeben hätte, lag es nicht nur an der TSG, dass Gladbach deutlich weniger vom Spiel hatte.

Die fußballerische Darbietung ließ einen etwas ratlos zurück

Von der Einstellung her war das alles in Ordnung und mit viel Leidenschaft hielt man den Laden dicht. Doch es war einerseits auch einiges an Glück dabei und andererseits ließ einen die fußballerische Darbietung etwas ratlos zurück.

Bis auf eine etwas längere Phase im ersten Durchgang und den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel war es spielerisch mehr als dünn, was die Gladbacher auf den Rasen brachten. Ein Tabellenzweiter, der nach eigenem Bekunden berechtigterweise dort steht, sollte – den oben genannten widrigen Umständen zum Trotz – doch etwas zwingender nach vorne spielen können.

Wie schon zuletzt in Leipzig, zeigte Borussia diesbezüglich auch in Hoffenheim zu wenig. Die Diskrepanz zwischen der Performance im heimischen Borussia-Park und den Auswärtsauftritten ist zu groß für eine wirkliche Spitzenmannschaft.


von Marc Basten

Copyright © 2018 TORfabrik.de [Marc Basten] Nachdruck und Weiterverbreitung,
auch auszugsweise, nur mit Genehmigung.

TORfabrik.de ist ein offiziell eingetragenes Magazin bei der
Deutschen Nationalbibliothek (ISSN 1610 - 4919)
Herausgegeben von Marc Basten, Altenkleusheimer Str. 12, 57462 Olpe

Unterstützt durch unseren Sponsor & Partner: tops.net GmbH & Co. KG