Wilder Ritt zum Jahresauftakt
Eine ganze Trainingswoche hatten Eugen Polanski und seine Mannen Zeit, den Start ins neue Jahr mit drei Partien innerhalb einer Woche aufzuarbeiten und sich auf das Spiel gegen den VfB Stuttgart zu fokussieren. Die englische Woche glich mit dem (zu) hohen Erfolg gegen Augsburg, der Klatsche gegen Hoffenheim und dem glücklichen Remis beim HSV einem wilden Ritt mit klarer Negativtendenz.
Das betrifft vor allem den eigenen Ballbesitz. »Wir haben in den letzten beiden Spielen mit Ball nicht das gebracht, was wir uns vorstellen und was die Mannschaft kann«, sagte Polanski am Freitag bei der Pressekonferenz. »Ich erwarte keine Dinge von den Jungs, die wir nicht trainieren oder nicht in ihren Profilen haben. Aber wir haben in dieser Woche klar angesetzt, mehrere Lösungsvorschläge zu erarbeiten, damit es Optionen gibt, um das Anlaufen des Gegners zu überspielen. Wir müssen aus der Spirale raus, in der wir zu wenig Ballbesitz haben, zu viel hinterherlaufen und dadurch passiver werden.«
An die Leistungsgrenze gehen
»Wir müssen uns wieder vor Augen führen, was wir besser machen wollen und wie nah wir an unsere 100 Prozent herankommen wollen, defensiv wie offensiv«, so Polanski weiter. »Um Stuttgart Paroli zu bieten, müssen wir schon an die Grenze dessen gehen, was wir können. Stuttgart ist extrem spielerisch stark, sie spielen guten Kombinationsfußball, sind sehr gut strukturiert und haben viel Wucht mit cleveren Spielern vorne. Das wird definitiv ein Brett, aber wir freuen uns trotzdem auf diese sehr coole Challenge.«
»Mir ist wichtig, dass wir uns, egal wie der Gegner heißt, erstmal auf uns fokussieren«, so Polanski weiter. »Stuttgart hat Qualität, aber wie viel wir davon zulassen, ist eine Qualität, die uns betrifft. Das kann ein Fünfzig-Fünfzig-Spiel sein, wenn wir unsere 100 Prozent geben.« Dabei werden die Borussen auf die Dienste von Kevin Diks verzichten müssen, der nach seinem Kopfzusammenprall im Hamburg-Spiel bislang nicht wieder mit der Mannschaft trainieren konnte. Für Diks dürfte Kota Takai sein Startelfdebüt geben. Polanski lobte den 21-Jährigen und bescheinigte ihm gute Trainingsleistungen, nachdem er sich immer besser an die neue Umgebung gewöhnt hat.
Takai und Sarco als Optionen
Bestätigen wollte der Trainer allerdings nicht, dass Takai beginnen wird. Alejo Sarco, der weitere Winterneuzugang, wird zum Spieltagskader gehören. In der Startelf dürfte der 20-jährige Argentinier wohl noch nicht stehen, aber eine Option von der Bank könnte der flinke Angreifer sein. Ob zu den beiden Leihspielern Takai und Sarco noch weitere Neuzugänge hinzukommen, ist offen. Sportchef Rouven Schröder ließ sich insoweit nicht festnageln, deutete aber an, dass vor allem auf der Abgangsseite noch etwas forciert werden muss. Doch zunächst einmal heißt es für die Borussia, gegen den VfB Stuttgart wieder mehr Konstanz zu erlangen.
von Redaktion TORfabrik.de

