Rouven Schröder und Borussia Mönchengladbach werden in Kürze den nächsten Neuzugang präsentieren - nach Enzo Leopold und David Herold wird mit Isac Lidberg der dritte Spieler aus der 2. Bundesliga zu den Fohlen wechseln. Wie Sky und darauf stützend weitere Medien übereinstimmend berichten, soll der Stürmer nach Absolvierung des Medizin-Checks einen Vierjahresvertrag unterschreiben.
Damit reagiert Borussia auf den Abgang von Leihstürmer Haris Tabaković. Lidberg soll der Backup für Tim Kleindienst sein, könnte aber auch neben Borussias Kapitän spielen. Die Verpflichtung von Lidberg erlaubt gleichzeitig die Schlussfolgerung, dass mit Tomáš Čvančara (nach Leihe) nicht mehr geplant wird und sich nunmehr auch die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass Shuto Machino als alleiniger Zentrumsstürmer keine Alternative ist.
Physisch robust
Isac Alexi Sivert Lidberg wurde am 8. September 1998 in Stockholm geboren und ist schwedischer Staatsbürger. Der Mittelstürmer ist 186 Zentimeter groß, wiegt 84 Kilogramm und gilt als physisch robuster Strafraumangreifer, der mit seiner Geschwindigkeit von bis zu 34,93 km/h auch in die Tiefe gehen kann.
Seine fußballerischen Wurzeln liegen in Stockholm, wo er zunächst beim Hägerstens SK kickte, ehe er in die renommierte Jugendakademie von Hammarby IF aufgenommen wurde. Für die Jugendnationalmannschaften Schwedens absolvierte er Einsätze in der U16, U17, U18 und U19 – insgesamt lief er für die Nachwuchsauswahlen seines Landes unter anderem neunmal für die U17 auf und erzielte dabei sieben Treffer.
Viele Stationen - Durchbruch bei Go Ahead Eagles
Bevor Lidberg in Deutschland auf sich aufmerksam machte, durchlief er eine ungewöhnlich breite Karriere durch mehrere europäische Ligen. Nach ersten Profistation bei Enskede IK, Åtvidabergs FF und dem norwegischen IK Start – inklusive Leihen zu FK Jerv, Hamarkameratene und Brommapojkarna – setzte er sich ab 2020 bei Gefle IF in Schweden durch, wo er in 37 Spielen 22 Treffer erzielte. Diese Leistungen machten die Go Ahead Eagles aus dem niederländischen Deventer auf ihn aufmerksam, die ihn 2021 verpflichteten.
Bei Go Ahead Eagles erlebte Lidberg seine erste große Entwicklungsphase auf internationalem Niveau. In zwei Spielzeiten in der Eredivisie bestritt er 72 Pflichtspiele, schoss 14 Tore und lieferte sieben Vorlagen. Dieser Leistungsausweis überzeugte den FC Utrecht, der ihn im Sommer 2023 für 600.000 Euro verpflichtete. Doch in Utrecht lief es nicht wie erhofft: Blessuren und die Konkurrenz durch spätere Neuzugänge limitierten seinen Einfluss auf 22 Spiele und fünf Tore.
Verlässlicher Torjäger in Darmstadt
Im Sommer 2024 folgte der Neustart in der 2. Bundesliga: SV Darmstadt 98 holte Lidberg für eine Ablöse von einer Million Euro aus den Niederlanden. Was zunächst wie ein unscheinbarer Transfer wirkte, entpuppte sich als Volltreffer. In seiner ersten Saison bei den Lilien traf er 14-mal, in der abgelaufenen Spielzeit 2025/26 steigerte er sich erneut und kam in 30 Ligaspielen auf 17 Tore und drei Vorlagen. Seine Trefferquote, seine Torschüsse (72 in der Saison) und seine gewonnenen Kopfduelle (56) belegen, dass er ein kompletter Mittelstürmer ist, der für die Erstklassigkeit reif scheint.
Die Leistungen blieben auch auf Nationalmannschaftsebene nicht unbemerkt: Im November 2024 wurde Lidberg für das Spiel der schwedischen A-Nationalmannschaft gegen Aserbaidschan nachnominiert – er kam beim 6:0-Sieg in der 89. Minute zum Einsatz und feierte so sein Länderspieldebüt. Zwei weitere Einsätze für die Schweden verzeichnete der 27-Jährige im Herbst 2025.
Ablöse von 3,5 Millionen
Sein aktueller Marktwert wird auf rund fünf Millionen Euro taxiert. Der Vertrag bei Darmstadt 98 hätte noch bis zum Sommer 2027 gegolten. Nun aber ist klar: Lidberg verlässt die Lilien in Richtung Bundesliga. Laut übereinstimmenden Berichten hat sich Borussia Mönchengladbach mit dem SV Darmstadt 98 auf eine Ablösesumme von 3,5 Millionen Euro geeinigt, zuzüglich möglicher Bonuszahlungen, die den Gesamtbetrag auf bis zu vier Millionen Euro steigern können. Darmstadt sichert sich zudem eine Weiterverkaufsbeteiligung. Lidberg selbst soll einen Vertrag bis 2030 unterzeichnen.
von Redaktion TORfabrik.de

