Bevor es für den Tross der Gladbacher aus dem Kurztrainingslager in Belek zurück in den heimischen Winter ging, stand am Montagvormittag das Testspiel gegen Hannover 96 auf dem Programm. Eugen Polanski nominierte dazu erstmals Winterneuzugang Kota Takai, der als rechter Innenverteidiger in der Dreierkette neben Elvedi und Diks auflief. Dazu gab es das Comeback von Tomáš Čvančara, der sich nicht als zweite Spitze neben Tabaković, sondern halblinks einsortierte.
Der Tscheche, der zum Ende der ersten Halbzeit auch auf der rechten Seite agierte, machte insgesamt ein sehr unauffälliges Spiel. Damit passte er sich dem Niveau der Kollegen an, die gegen einen aggressiven Zweitlisten deutliche Probleme hatten. Die früh attackierenden Hannoveraner ließen in der Anfangsviertelstunde kein geordnetes Gladbacher Aufbauspiel zu und waren klar überlegen. Echte Torchancen erspielten sich die 96er allerdings nicht.
Mohya hat Pech mit einem Lattenschuss
Im Verlauf der ersten Halbzeit stand Hannover dann etwas tiefer und die Borussen kamen zu ihren Ballbesitzphasen. Es gab ein paar Ansätze, aber keine wirklich zu Ende gebrachten Angriffe. Die einzige nennenswerte Chance hatte Engelhardt, der am Keeper von Hannover scheiterte (37.). Kota Takai machte derweil ein ordentliches Spiel, wirkte sicher am Ball und außer einem Missverständnis im Aufbau fügte er sich gut ein. Dass die Borussen die erste Halbzeit mit einem Rückstand beendeten, konnte der Japaner allerdings nicht verhindern. Nach einem schon abgewehrten Ball im Gladbacher Strafraum durfte Yokota unbedrängt flanken und am zweiten Pfosten übersprang Källmann Ullrich und nickte unhaltbar für Nicolas zur Führung für Hannover ein (44.).
Zur zweiten Halbzeit wechselte Polanski komplett durch. Etwas überraschend kam Franck Honorat auf der linken Seite zum Einsatz, während sich Wael Mohya rechts einordnete. Der Youngster war dann auch der absolute Lichtblick einer zweiten Halbzeit und hatte Pech mit einem Lattenschuss im Anschluss an ein Zuspiel von Reyna. Mohya war engagiert, hatte noch zwei weitere Möglichkeiten – den vierten nennenswerten Abschluss verzeichnete der in der Schlussphase eingewechselte Fritz Fleck.
Eine verdiente Niederlage
Ansonsten war die Darbietung im zweiten Durchgang noch etwas schwächer als vor der Pause, obwohl Hannover nun längst nicht mehr so hoch presste. Aber den Borussen fehlte es an Esprit und eine gewisse Lustlosigkeit – hier muss einmal mehr Machino genannt werden – war nicht zu übersehen. Hannover war zwar in der zweiten Halbzeit nicht besser, erzielte aber zwei Tore (53. / 85.), wobei Borussias Defensivverbund nicht gut geordnet war. So war das Resultat letztlich nicht unverdient und es dürfte mit Blick auf den Ligastart am Sonntag gegen Augsburg ein Wachmacher gewesen sein.
Kurzstatistik zum Spiel:
Borussia Mönchengladbach (Halbzeit 1): Nicolas – Takai, Elvedi, Diks - Scally, Stöger, Engelhardt, Neuhaus, Čvančara, Ullrich - Tabaković,
Borussia Mönchengladbach (Halbzeit 2): Omlin - Sander, Friedrich, Chiarodia (74. Herrmann) - Castrop, Mohya, Reyna, Reitz, Honorat (74. Fleck), Netz - Machino
Tore: 0:1 Källmann (44.), 0:2 Nielsen (53.), 0:3 Pichler (85.)
von Redaktion TORfabrik.de

