8. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - SC Paderborn

0:0! Borussia kann gegen Paderborn keinen Boden gutmachen

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Kein Spiel für Feinschmecker im Borussia-Park (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Borussia Mönchengladbach bleibt daheim weiter sieglos. Gegen Aufsteiger SC Paderborn kamen die Borussen am Samstag nicht über ein torloses Remis hinaus. Im ersten Durchgang waren die Fohlen besser, nach der Pause hatten die Gäste mehr vom Spiel.

Borussias Trainer Alexander Blessin veränderte die Startelf gegenüber dem Pokalspiel am Dienstag gegen den KSC auf vier Positionen. Bolin (mit muskulären Problemen nicht im Kader), Herold, Stöger und Konoplia wurden durch Mohya, Ullrich, Neuhaus und Hashioka ersetzt. Im Tor stand wie im Pokal Batz, da Nicolas aufgrund muskulärer Probleme nicht zur Verfügung stand.

Die Partie begann von beiden Seiten sehr ruhig und aufgeräumt. Paderborn bot den Borussen nichts an, die beschränkten sich auf Spielkontrolle und vermieden das Risiko. So war es eine knappe halbe Stunde lang ein sehr überschaubares und langweiliges Spiel.

Erst die Gäste, dann die Fohlen

Erstmals kam richtig Leben in die Bude, als die Gäste die erste Torchance des Spiels hatten. Nach einer kurz ausgeführten Ecke kam der Ball flach in den Strafraum, wo Baack aus elf Metern frei abschließen konnte, aber Batz reagierte stark und parierte (28.).

Kurz darauf gab es dann auch die erste Gelegenheit für die Fohlen. Mohya sicherte sich rechts an der Mittellinie den Ball und spielte zu Hack. Der sah, dass Paderborns Keeper Noll weit vor seinem Tor postiert war, und probierte es aus rund 25 Metern halbrechts mit einem Heber – der Ball flog knapp am linken Pfosten vorbei (32.).

Wenig später jubelte der Borussia-Park über den vermeintlichen Führungstreffer. Ullrich machte über links Dampf und brachte den Ball von der Grundlinie vors Tor, wo Scally im Infight mit Torwart Noll den Ball über die Linie drückte. Der Jubel verebbte jedoch schnell, denn der VAR meldete sich und schickte Schiedsrichter Gerach zum Review. Nach Ansicht der Bilder kassierte der Referee das Tor wieder ein, weil Scally mit seinem Arm zu sehr gegen den Torwart gearbeitet hatte. Eine nachvollziehbare, aber für Borussia dennoch ärgerliche Entscheidung.

Hochkarätiges vor der Pause

Paderborn hatte in der 43. Minute eine gute Gelegenheit, als Castaneda nach einer Ecke am langen Pfosten frei zum Kopfball kam, den Ball aber per Aufsetzer am Tor vorbei setzte. Glück für die Borussen, die in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs allerdings noch hochkarätige Möglichkeiten hatten. Zunächst war es Chiarodia, der nach der ersten Gladbacher Ecke mit seinem Kopfball an Noll scheiterte. Weil Paderborn den Ball nicht klären konnte, kam Ullrich aus dem Rückraum zum Schuss, jagte den Ball aber über den Kasten.

Kurz danach schickte Machino Scally mit einem starken Pass auf die Reise. Der US-Amerikaner lief von rechts aufs Tor zu, verpasste das Abspiel zu Mohya in die Mitte und scheiterte dann an Noll, der sich ihm entgegenwarf. Das war Borussias beste Chance des ganzen Spiels.

Paderborn übernimmt das Kommando

Nach der Pause kamen die Gladbacher ganz ordentlich ins Spiel. Sie entwickelten gefühlt etwas mehr Druck als zuvor, erspielten sich aber keinen gefährlichen Abschluss. Nach etwa zehn Minuten im zweiten Durchgang kam Paderborn immer besser auf und war fortan das bessere Team im Borussia-Park. Die Fohlen hatten Probleme mit der Aggressivität der Gäste und fanden ihrerseits immer weniger Lösungen, um konstruktiv nach vorne zu spielen.

Batz musste bei einem Schuss von Vidovic von Gladbachs rechter Seite sein ganzes Können unter Beweis stellen (59.), und auch danach war im Strafraum der Borussen deutlich mehr Betrieb als auf der anderen Seite. Die Gladbacher konnten sich nicht durchsetzen, spielten aber auch zu langsam und einfallslos. Ein schöner Sololauf von Mohya war die Ausnahme, aber er scheiterte bei seinem Schussversuch im Strafraum (71.).

Leistungsgerechtes Remis

Auch die Einwechslungen von Lidberg, Castrop (Saisonpremiere), Kühn und Itakura änderten nichts an der Harmlosigkeit der Fohlenelf.

So war Paderborn dem Siegtreffer näher als die Gladbacher: Nach einem Fehler von Hashioka schoss Curda knapp flach am Tor vorbei (76.), und nach einem Ballverlust von Ullrich wäre Philippe bei einem Konter fast noch erfolgreich gewesen (90.+2). Am Ende steht ein unter dem Strich leistungsgerechtes Remis, das nochmal verdeutlicht, wie weit und zäh der Weg für Borussia noch ist.

 

Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Batz - Hashioka, Sander, Chiarodia - Scally, Uno, Neuhaus (77. Itakura), Ullrich - Mohya (77. Castrop), Hack (77. Kühn) - Machino (68. Lidberg)

weiter im Kader: Olschowsky (ETW), Konoplia, Herold, Stöger, Nguefack

SC Paderborn: Noll - ter Horst (68. Götze), Scheller, Hansen - Curda, Castaneda, Obermair, Baack (68. Ulrich), Vidovic - Pieringer (52. Tigges), Marino (85. Philippe)

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Hashioka, Chiarodia - Baack, Scheller, Ulrich

Schiedsrichter: Timo Gerach

Zuschauer: 51.581

 


von Marc Basten

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