Ein verlängertes Wochenende verbringen die Profis von Borussia Mönchengladbach im türkischen Belek. Am Freitag ging es zum sogenannten “Kick-off” nach Belek, bereits am Montag geht’s wieder zurück an den winterlichen Niederrhein. Vor Ort wird auch Borussias erster Neuzugang des Winters erstmals mit seinen neuen Kollegen trainieren: Innenverteidiger Kota Takai kommt aus der Premier League von Tottenham Hotspur zu den Fohlen.
Der 21-jährige japanische Nationalspieler wird zunächst bis zum 30.06.25 auf Leihbasis in Mönchengladbach spielen. Kota Takai hat in Japan den Ruf eines hochtalentierten Abwehrspielers, der bereits als 17-Jähriger beim Erstligisten Kawasaki Frontale debütierte und in jungen Jahren zum Stammspieler avancierte. Mit 1,92 Meter Körpergröße und einer sehr ordentlichen Grundschnelligkeit bringt Takai gute Voraussetzungen mit, sich auch in Europa durchzusetzen.
»Er hat das Zeug dazu, uns zeitnah weiterzuhelfen«
Dazu wechselte er im letzten Sommer aus Japan in die Premier League nach London. Dort allerdings konnte er noch nicht Fuß fassen – auch aus Verletzungsgründen kam er bislang zu keinem Einsatz bei den Spurs. Vom Profil her ist Takai also ein klassischer Kandidat für eine Leihe, um die dringend benötigte Spielpraxis zu sammeln. Und die soll der Japaner in der Bundesliga bei Borussia erhalten. »Er hat das Zeug dazu, uns zeitnah weiterzuhelfen«, wird Sportchef Rouven Schröder in einer Vereinsmitteilung zitiert.
»Kota ist ein großer, physisch starker Innenverteidiger, der zudem eine gute Schnelligkeit besitzt«, so Schröder weiter. Takai, der bis zu seinem Wechsel nach England bereits 4 A-Länderspiele absolviert hatte, wird in Mönchengladbach die Rückennummer 14 erhalten. Wie schnell er sich bei Borussia durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Da Kota Takai zunächst nur ein halbes Jahr ausgeliehen ist, sollte er jedoch zügig durchstarten.
Fraulo wechselt ein halbes Jahr vor Vertragsende
Deutlich mehr Zeit hatte Oscar Fraulo, den Borussia 2022 als 18-Jährigen aus Dänemark an den Niederrhein holte. Doch dem jungen Dänen wollte der Durchbruch in Gladbach nicht gelingen. Trotz zwei erfolgreicher Leihen zum FC Utrecht bekam er bei den Profis der Borussia nie so richtig den Fuß in die Tür. In dieser Saison war er zwar fester Bestandteil des Profikaders, kam auf vier Kurzeinsätze in der Liga und erzielte im November beim Auswärtssieg bei St. Pauli den Treffer zum 4:0-Endstand. Doch eine wirkliche Verwendung hatte auch der neue Trainer Eugen Polanski für Fraulo nicht.
Damit stand einem Wechsel zum englischen Zweitligisten Derby County nichts im Wege. »Oscar ist ein guter Junge, Charakter und ein guter Fußballer. Aber er hätte seine Einsatzzeit mit großer Wahrscheinlichkeit auch in der Rückrunde nicht signifikant verbessert – auch wegen der großen Konkurrenz auf seiner Position«, erläuterte Rouven Schröder. »In einem solchen Fall muss man manchmal die Entscheidung konsequent treffen, getrennte Wege zu gehen. Oscar kann bei seinem neuen Verein nun eine neue Herausforderung annehmen. Dadurch konnten wir kurz vor Vertragsende noch eine Ablöse erzielen.«
Der Vertrag von Fraulo wäre im Sommer ausgelaufen, Borussia hatte seinerzeit rund 2 Millionen Euro in den Transfer des Talents investiert. Über die Höhe der nun erzielten Ablöse wurden keine Angaben gemacht – sie dürfte sich im mittleren sechsstelligen Bereich bewegen.
von Redaktion TORfabrik.de

