17. Spieltag: TSG Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach

1:5-Klatsche für Borussia in Hoffenheim

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Dreierpacker Kramaric und seine Kollegen spielten mit den Borussen Katz und Maus (Foto: Alex Grimm - Getty Images)

Mit 1:5 kam Borussia Mönchengladbach am Mittwochabend in Sinsheim bei der TSG Hoffenheim unter die Räder. Die Gladbacher waren von Beginn an chancenlos und verloren auch in der Höhe vollkommen verdient. Der Treffer von Shuto Machino hatte nur statistischen Wert.

Borussias Trainer Eugen Polanski veränderte die Startelf gegenüber dem Heimsieg gegen Augsburg am Sonntag auf zwei Positionen: Ullrich und Castrop starteten für Netz und Neuhaus. Gegen den Ball war es eine 5-4-1-Formation – zumindest auf dem Papier. Doch eine damit einhergehende Stabilität war von der ersten Minute an nicht zu sehen. 

Schon unmittelbar nach dem Anstoß gab es die erste Unaufmerksamkeit, nach vier Minuten köpfte Kabak nach einer Ecke ans Lattenkreuz. Im Gegenzug gab es die erste und einzige Torchance für die Borussen, nachdem Honorat Ullrich auf die Reise schickte. Dessen Schuss lenkte Baumann über den Querbalken. Danach konnte sich Baumann ausruhen und mit ansehen, wie seine Mannen die überforderten Gladbacher mit ihrem Pressing unter Druck setzten. 

Hoffenheimer Doppelschlag

Elvedi spielte einen schlimmen Fehlpass in Richtung Diks, Kramaric profitierte, scheiterte aber an Nicolas (7.). Immer wieder kamen die Gastgeber an und in den Strafraum der Borussen, die ihrerseits fast jeden gewonnenen Ball postwendend verloren. In der 17. Minute wäre Engelhardt bei einer Klärungsaktion fast ein Eigentor unterlaufen, aber erneut war Nicolas auf dem Posten. Drei Minuten später wollte Sander im Strafraum den Ball wegschlagen, traf dabei aber den Fuß von Burger. Der machte genug aus der Situation, um den VAR auf den Plan zu rufen. Schiedsrichter Dingert ging zum Monitor und entschied auf Elfmeter für Hoffenheim. 

Kramaric verlud Nicolas zur überfälligen Führung für die Gastgeber (22.). Und die legten sofort nach. Nach einem Einwurf von Sander verlor Honorat den Ball, Asslani konnte ungestört zentral bis zum Strafraum laufen und auf Lemperle ablegen – der Ex-Kölner schoss aus 13 Metern trocken zum 2:0 ins lange Eck (24.). Hoffenheim blieb auch danach das klar tonangebende Team gegen erschreckend schwache Gladbacher. Doch in der 38. Minute spielte Diks einen langen Ball und plötzlich war Tabaković auf und davon. Er lief alleine auf Baumann zu, schoss aber kläglich am Tor vorbei. Der Assistent wähnte Tabaković zwar im Abseits und hob die Fahne, doch hier hätte wohl die kalibrierte Linie für eine endgültige Aufklärung herhalten müssen. 

Kramaric schnürt den Dreierpack

So war die Aktion bezeichnend für den Auftritt der Borussen. Die hatten danach zwar eine Phase der Ballkontrolle und kamen auch mal über die Mittellinie, was angesichts des Rückstands von ‘nur’ zwei Toren einen Funken Hoffnung für die zweite Halbzeit hätte geben können. Doch das machten sich die Gladbacher selbst zunichte. In der ersten Minute der Nachspielzeit glänzten sie mit amateurhaftem Abwehrverhalten, sodass Asllani – noch abgefälscht von Sander – Kramaric bedienen konnte, der den Ball an Nicolas vorbei ins Tor legte. Und es sollte noch schlimmer kommen: Scally verlor den Ball im Mittelfeld, Lemperle bediente Kramaric und der überwand Nicolas aus spitzem Winkel mit einem perfekten Heber zum 4:0 (45.+4). 

Das war eine echte Demütigung für die Borussen, aber es war ein komplett verdienter Pausenstand. Im zweiten Durchgang blieb der mit einer Gelben Karte belastete Engelhardt draußen und Takai kam. Der Neuzugang ordnete sich in der Abwehrkette ein, Sander rückte dafür ins Mittelfeld. Zunächst machte Hoffenheim weiter wie zuvor: Prass prüfte Nicolas (50.) und nach einem schrecklichen Fehlpass von Sander im eigenen Strafraum ließ Kramaric die Chance zu seinem vierten Treffer liegen (57.). Allmählich schaltete Hoffenheim angesichts des deutlichen Vorsprungs in den Verwaltungsmodus, sodass die Borussen etwas mehr am Geschehen teilnehmen konnten. 

Ergebniskosmetik durch Machino

Ein Distanzschuss von Ullrich mit rechts forderte Baumann jedoch nicht sonderlich (61.) und auch ansonsten sprang aus dieser vermeintlich besseren Phase der Gäste nichts heraus. Hoffenheim blieb gefährlicher – Lemperle köpfte in der 66. Minute haarscharf am Tor vorbei. Drei Minuten später folgte die Ergebniskorrektur aus Gladbacher Sicht: Reitz eroberte im Mittelfeld den Ball, trat kurz an und bediente dann in der Mitte den eingewechselten Machino, der Baumann mit seinem präzisen Schuss keine Abwehrchance ließ (69.). 

Natürlich gab sich niemand der Illusion hin, dass für die Borussen noch etwas drin sein könnte. Jeden flüchtigen Gedanken dahingehend wischte in der 79. Minute der gerade eingewechselte Moerstedt weg, der sich im Kopfballduell gegen Elvedi durchsetzte und zum 5:1 einnetzte. Die Gladbacher versuchten zwar in der Schlussphase nach vorne zu spielen, konnten sich letztlich aber nicht durchsetzen. Derweil verhinderte Nicolas gegen Prömel eine noch höhere Niederlage (88.). Doch auch so war es eine herbe und in allen Belangen verdiente Klatsche für die Borussen – und sie hätte sogar noch deutlich höher ausfallen können. 

 

Kurzstatistik zum Spiel:

TSG Hoffenheim: Baumann - Coufal, Hranac, Kabak, Bernardo (76.Gendrey) - Burger (64. Prömel), Avdullahu, Kramaric, Lemperle (76. Moerstedt), Prass (64. Touré) - Asllani (83. Damar)

Borussia Mönchengladbach: Nicolas - Scally, Sander, Elvedi, Diks, Ullrich (89. Netz) - Reitz, Engelhardt (46. Takai), Castrop (68. Stöger) - Honorat (56. Machino), Tabaković (68. Mohya)

weiter im Kader: Pereira Cardoso (ETW), Neuhaus, Reyna, Ranos

Tore: 1:0 Kramaric (22./FE), 2:0 Lemperle (24.), 3:0 Kramaric (45.+1), 4:0 Kramaric (45. +4), 4:1 Machino (69.), 5:1 Moerstedt (79.)

Gelbe Karten: Burger – Engelhardt 

Schiedsrichter: Christian Dingert

Zuschauer: 20.750

 

von Marc Basten

 

 

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