Wie Sky am Dienstagabend vermeldet, haben sich Borussia und Ajax Amsterdam über alle Modalitäten geeinigt. Itakura soll am Mittwoch den Medizincheck in Gladbach absolvieren und dann einen bis 2030 datierten Vertrag unterschreiben. Laut Sky zahlt Borussia eine fixe Ablöse von 3,5 Millionen plus Boni. Sollten alle Boni greifen, würde Itakura insgesamt 4 Millionen Euro kosten. Zudem soll sich Ajax eine nicht näher definierte Weiterverkaufsklausel gesichert haben.
Der 29-jährige japanische Nationalspieler war erst im vergangenen Jahr für rund 10 Millionen Euro zu Ajax gewechselt, blieb dort aber hinter den Erwartungen zurück. In der Hinrunde war er Stammspieler, ehe er zwei Monate wegen einer Rückenverletzung ausfiel. Zudem gab es bei Ajax einige Unruhe durch System- und Trainerwechsel. Bei der WM kam Itakura nur in zwei von vier Spielen der Japaner zum Einsatz, und in der aktuellen Qualifikationsrunde zur Conference League mit Ajax wurde er aufgrund einer nicht näher beschriebenen Verletzung in vier Partien nicht eingesetzt.
Rückholaktion ergibt Sinn – mit Fragezeichen zum Gesundheitszustand
Beim ersten Ligaspiel in der Eredivisie fehlte er ebenfalls verletzungsbedingt, am letzten Wochenende beim 2:2 von Ajax gegen Heerenveen gehörte er zumindest zum Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Nun geht es für Ko Itakura also zurück zur Borussia als Nachfolger seines ehemaligen Innenverteidiger-Kollegen Nico Elvedi. Für Borussia ergibt diese Rückholaktion absolut Sinn – sofern Itakura tatsächlich fit ist und keine verletzungsbedingten Altlasten aus Amsterdam mitbringt.
Itakura kennt den Verein und die Gegebenheiten und wäre aufgrund seiner Qualitäten auch als Sechser einsetzbar. Und mit Itakura wird die »Japanisierung« bei Borussia fortgeführt. Mit Nico Elvedi verlässt der letzte Schweizer die Fohlen, dafür verstärkt Itakura die Japan-Fraktion mit Machino, Hashioka und Uno.
von Marc Basten

