Profis - Pokalberichte Saison 2017 / 2018

Einzelkritik: Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 0:1 (0:0)

Gut ist manchmal nicht gut genug

von Redaktion TORfabrik.de
Patrick Herrmann machte ein starkes Spiel (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)

Patrick Herrmann machte ein starkes Spiel (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach lieferte gegen Bayer Leverkusen eine starke und engagierte Leistung ab und scheiterte letztlich unglücklich an der Kaltschnäuzigkeit der Leverkusener und der eigenen Nachlässigkeit bei der Chancenverwertung. Die letzte Einzelkritik im Jahr 2017.

Yann Sommer: Konnte sich zunächst bei Lars Stindl bedanken, der in der Anfangsphase nach einem Bender-Abschluss vor der Linie rettete. In der Folgezeit ab und an mit Pflichtaufgaben beschäftigt. Als Anspielstation nicht so oft eingebunden, ein Schlag nach vorne landete genau in den Füßen eines Leverkuseners. Eine Mitschuld beim Gegentor trifft ihn nicht, der Schuss von Bailey war präzise und hart. Allerdings ist und bleibt es die kurze Torwartecke - unmöglich wäre eine Abwehr nicht gewesen. Die Abseits-Fahne rettete Sommer vor einem Elfmeter, als er einen Distanzschuss klatschen ließ und bei der Rückeroberung Volland von den Beinen holte. In der Nachspielzeit noch mit einer starken Parade gegen Mehmedi. Note 3,0.

Nico Elvedi: Wurde nach seinem Pferdekuss aus dem HSV-Spiel rechtzeitig fit und konnte auf seiner rechten Seite in Zusammenarbeit mit dem aufmerksamen Herrmann den flinken Bailey über weite Strecken neutralisieren. Im Spiel nach vorne eher zurückhaltend, wobei er seine eigene Großchance mit einer direkten Weiterleitung auf Herrmann stark einleitete. Elvedi lief durch in den Strafraum, wurde aber von der punktgenauen Flanke von Herrmann offensichtlich überrascht. Jedenfalls köpfte er aus dem Lauf heraus komplett freistehend über den Kasten. Auch im zweiten Durchgang mit einer Kopfballchance. Beim Gegentor wurde er von Vollands Blitzpass auf Bailey überrascht und kam nicht mehr hinterher. Note 3,5.

Matthias Ginter: Das wohl beste Spiel von Ginter im Trikot der Borussia. Er überzeugte mit einer Ausstrahlung, die der Umschreibung ›Abwehrchef‹ gerecht wurde. Ohne Kompromisse ging er knüppelhart in die Zweikämpfe und war immer dran am Gegner. Ginter erkämpfte nicht nur die Bälle, sondern spielte danach auch flott und flüssig weiter. Stark sein Tunnel auf der rechten Seite. Bekam zweimal den Ellenbogen von Havertz ins Gesicht - und regte sich zurecht auf, dass Schiedsrichter Gräfe nicht Gelb-Rot zeigte, wie es zwingend notwendig gewesen wäre. Erst gegen Ende der Partie schlichen sich kleinere Ungenauigkeiten in Ginters Passspiel ein. Note 2,0.

Jannik Vestergaard: Lieferte eine schon gewohnt stabile Leistung ab, war unbeirrbar in den direkten Duellen und gab den Leverkusener Stürmern keine Luft zum Atmen. Im Spielaufbau sorgfältig, was zuweilen auf Kosten des Tempos ging. Einigen der langen Bälle fehlte die Präzision. Stark dagegen sein weites Zuspiel auf Elvedi vor dessen Kopfballchance. In der Schlussphase als Brechstange vorne drin und in dieser Rolle durchaus gefährlich. Zunächst wurde ein Schuss des Dänen zur Ecke geblockt, dann hatte er aus dem Gewühl heraus die letzte Chance des Spiels. Note 2,5.

Oscar Wendt: Es macht den Eindruck, als ob Wendt die Kritik der letzten Zeit angenommen hätte. Der Schwede hinterließ über das ganze Spiel hinweg einen konzentrierten Eindruck. Er agierte zwar relativ unauffällig, aber keineswegs schlecht. Durch sein aufmerksames Stellungsspiel musste er selten in den Infight, um Bälle zu ergattern. Den Schuss von Bellarabi, der knapp vorbei zischte, konnte er nicht verhindern. Nach dem Rückstand vorne mehr involviert, ohne allerdings entscheidend in Erscheinung zu treten. Note 3,0.

Reece Oxford: In unserem Vorbericht hieß es, ›.... wobei eine Variante mit Zakaria und Oxford schon ihren Reiz hätte. Aber ob ein K.O.-Spiel für ein solches Experiment die richtige Gelegenheit ist?‹. Dieter Hecking ging das Wagnis ein und konnte sich 70 Minuten lang bestätigt fühlen. Oxford agierte zeitweise wie ein alter Hase, schirmte die Bälle ruhig ab und löste auch knifflige Situationen mit Übersicht. Sein Passspiel war fast fehlerlos, für einige Balleroberungen gab es Ovationen von den Rängen. Wäre da nicht der verflixte Abschlag von Leno gewesen, der ihm unter den Stollen durchrutschte. Dass dies gleich so bestraft wurde, war nicht nur für den 19-Jährigen brutal. Aber das gehört zum fußballerischen Erwachsenwerden dazu. Oxford wird daraus lernen. Bemerkenswert, dass das Publikum ein Gespür für die Situation hatte und den Engländer bei seiner Auswechslung mit viel Applaus bedachte. Note 3,0.

Denis Zakaria: Ganz ohne Zweifel der Spieler der Hinrunde. Auch gegen Leverkusen überzeugte der Schweizer. Trotz seiner erst 21 Jahre wirkte er sehr reif, ob im Umgang mit Mitspielern, Gegnern, Schiedsrichter oder dem peinlichen Heiko Herrlich. Die Abstimmung mit Oxford klappte auf Anhieb und es war eine wahre Freude mit anzusehen, wie Zakaria reihenweise gegnerische Konter im Keim erstickte. Grandios, wie er nach Balleroberungen raumgreifend antrat. Zu bemängeln war, dass er diese Aktionen nicht finalisieren konnte. Einmal wartete er zu lange mit einem Abspiel, in einer anderen Situation trennte er sich zu schnell vom Ball. In der Schlusssekunde verabschiedete er sich mit einem überflüssigen Foul an Henrichs. Note 2,0.

Patrick Herrmann: Bestätigte den guten Eindruck aus dem Hamburg-Spiel und machte einen weiteren Schritt in die richtige Richtung. Es wäre voreilig zu behaupten, dass das wieder der ›alte‹ Patrick Herrmann war, doch stärker als gegen Leverkusen hat er nach seiner langen Leidenszeit noch nicht gespielt. Vor allem imponierte, dass Herrmann mit einer gewissen Explosivität agierte, als ob sich eine unsichtbare Bremse gelöst hätte. Er wirkte wie aufgedreht und hatte mit Tempo viele gelungene Aktionen, u.a. bereitete er die Kopfballchance von Elvedi und eine Hazard-Gelegenheit vor. Ärgerlich, dass er beim Rebound nach dem Stindl-Schuss wegrutschte und bei seiner Großchance unplatziert abschloss. In der Defensivarbeit eine große Hilfe für Elvedi und mit einigen starken Ballgewinnen. Machte zehn Minuten vor dem Ende Platz für Bobadilla. Note 2,5.

Thorgan Hazard: Ein ständiger Unruheherd, der mit seiner Umtriebigkeit viel Gefahr erzeugte. Die erste Chance erarbeite er sich im ›Wühlmaus-Stil‹, als sein Rechtsschuss zunächst geblockt und der zweite Versuch mit links von Leno mit den Fingerspitzen um den Pfosten gelenkt wurde. Bei der nächsten Chance bekam er im Fallen nicht mehr genug Druck hinter den Ball, so dass Retsos vor der Linie klären konnte. Hatte nach der Pause die Riesenchance, als er kurz hinter der Mittellinie erfolgreich gegen Tah störte und dann in Richtung Leno marschierte. Hazard hätte vielleicht nach innen ziehen sollen, um sich die Möglichkeit zu verschaffen, mit rechts abschließen zu können. So geriet der Linksschuss nicht optimal und Leno parierte. Als Oxford ging und Cuisance auf die Sechs rückte, wechselte Hazard ins Sturmzentrum. Er blieb bis zuletzt gefährlich, ohne den Lucky Punch setzen zu können. Note 2,5.

Michael Cuisance: Spielte hinter bzw. neben Stindl in der Raffael-Rolle. Hier und da schien er noch vergegenwärtigen zu müssen, dass er alle kreativen Freiheiten hatte. Als er dann seiner Unbekümmertheit freien Lauf ließ, war das schon sehr ansehnlich. Fußballerisch klasse, wie er mit einem fast identischen Zuspiel zunächst Stindl einsetzte, der zur Herrmann Chance servierte und alsdann Herrmann, der Hazard bediente. Der junge Franzose war überall zu finden und betrieb einen immensen Aufwand. Schade, dass letztlich nicht mehr als ein Schuss ans Außennetz dabei herumkam. Dennoch ein klarer Fingerzeig, in welcher Rolle Cuisance auf lange Sicht eingeplant werden sollte. Note 2,5.

Lars Stindl: Rettete nach dem Bender-Schuss vor der Linie und prüfte alsdann Leno mit einem starken Distanzknaller. Auch wenn weitere Versuche geblockt wurden - Stindl hatte sich offensichtlich vorgenommen, es öfter mit Fernschüssen zu probieren. Er spielte den gut getimten Flachpass zur großen Herrmann-Chance und seine Direktabnahme in der 57. Minute wurde von Bender noch so gerade zur Ecke gelenkt. Auch wenn sich in den letzten zwanzig Minuten einige Unkonzentriertheiten einschlichen, warf der Kapitän alles in die Waagschale. In der Nachspielzeit eroberte er den Ball noch mit einer starken Grätsche. Note 3,0.

Vincenzo Grifo: Kam in den letzten fünfzehn Minuten für Oxford. Von halblinks im Strafraum versuchte er den Ball ins Tor zu zirkeln, was misslang. Danach an ein paar Angriffen beteiligt, ohne gefährlich zu werden. Ohne Note.

Raúl Bobadilla: Ersetzte Herrmann in den letzten zehn Minuten, blieb bei vier Ballkontakten jedoch wirkungslos. Ohne Note.

Josip Drmić: Die letzte Offensivpatrone im Colt kam drei Minuten vor dem Ende für Elvedi, ohne dass sie noch zündete. Ohne Note.

Pokalfight ohne Happy End

»Es verliert auch mal die bessere Mannschaft«

von von Marc Basten, Nadine Basten und Jan van Leeuwen
Enttäuschung im Nebel (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)

Enttäuschung im Nebel (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)

Die Enttäuschung über das Ausscheiden im Pokal-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen war groß, dennoch verließen die Spieler von Borussia Mönchengladbach nach einer der stärksten Saisonleistungen erhobenen Hauptes den Platz.

Es war nur eine Randnotiz und dennoch bezeichnend für das, wie sich am Mittwochabend im Borussia-Park die Verhältnisse zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen darstellten. Eine Viertelstunde vor dem Ende läuft der Ball vor der Leverkusener Bank ins Seitenaus und Gästetrainer Heiko Herrlich lässt das Leder durch die Beine gleiten, um einen schnellen Gladbacher Einwurf zu verhindern. Denis Zakaria läuft an Herrlich vorbei, touchiert ihn leicht und der legt eine beschämende Schwalbe aufs Parkett.

Später war es auch Herrlich peinlich. »Das ist im Affekt passiert, ich wollte da keineswegs eine Rote Karte fordern. Es sah sicher blöd aus und ich möchte mich dafür entschuldigen.« Dass sich der 46-Jährige zu der Schmierenkomödie hinreißen ließ, erklärte sich aus der Situation auf dem Platz. Eine »Abwehrschlacht«, so Herrlich, lieferte Bayer ab und da war eben jedes Mittel recht, etwas Druck vom Kessel zu nehmen.

Zu diesem Zeitpunkt führte Leverkusen durch das Kontertor von Leon Bailey mit 1:0 und hatte damit den Spielverlauf ziemlich auf den Kopf gestellt. »Wir haben das Geschehen diktiert, hatten viel Tempo drin«, sagte Dieter Hecking anschließend. »Wir waren die bessere Mannschaft«, bestätigte Matthias Ginter. »Von Beginn an haben wir ein sehr gutes Spiel gezeigt«, schloss sich Lars Stindl der allgemeinen Bewertung an. »Wir haben viel investiert und viel richtig gemacht.«

»Die Mannschaft, die kaltschnäuziger ist, gewinnt dann in solchen K.O.-Spielen«

Tatsächlich war es fußballerisch, aber auch von der Leidenschaft her, über 90 Minuten gesehen die wohl stärkste Gladbacher Saisonleistung. Bemerkenswert, angesichts der angespannten Personalsituation und einem zentralen Mittelfeld mit den Rookies Zakaria (21), Oxford (19) und Cuisance (18).

»Unsere Jungen waren wieder sehr, sehr gut«, lobte Hecking. Oxford und Zakaria erhielten mehrfach stehende Ovationen für ihre Balleroberungen, Cuisance begeisterte in der neuen Rolle als offensiver Freigeist. »Was für einen Aufwand Mika betrieben hat, was für einen Spielwitz er hat - das tut uns allen gut«, befand Stindl. »Deshalb ist es schade, dass wir diese Jungs für ihren Aufwand nicht belohnt haben. Aber auch daraus werden sie lernen.«

Gelegenheiten zur Belohnung hatten die Gladbacher an diesem Abend reichlich. Doch immer scheiterten sie an einer fatalen Mischung aus mangelnder Konsequenz und einem wie verhext reagierenden Bernd Leno. »Die Chancenverwertung gehört auch dazu und die war heute wieder nicht gut«, bekannte Matthias Ginter. »Aber so ist es manchmal. Die Mannschaft, die kaltschnäuziger ist, gewinnt dann in solchen K.O.-Spielen.«

»Hätte mir gewünscht, dass Hazard ähnlich cool abschließt wie Bailey«

Die abgezockten Volland und Bailey machten in der 70. Minute den entscheidenden Unterschied aus. Reece Oxford rutschte der Ball bei der Annahme an der Mittellinie unter dem Fuß durch, Volland reagierte brillant und Bailey vollendete eiskalt. »Kein Vorwurf an Reece, er hat ansonsten gut gespielt«, sagte Ginter. »In der Situation war das Pech.«

Auch Denis Zakaria nahm seinen Nebenmann in Schutz. »Es ist schade, aber wir machen alle Fehler. Es ist nicht Reeces Schuld, dass wir ausgeschieden sind.« So sah es auch das an diesem Abend erstklassige Publikum im Borussia-Park: Oxford wurde bei seiner Auswechslung mit großem Applaus verabschiedet.

Das Gegentor war doppelt ärgerlich, schließlich hätte Borussia zu diesem Zeitpunkt längst führen müssen. »Wir hatten eine vergleichbare Situation mit Thorgan Hazard«, erinnerte Hecking an die 51. Minute. »Da hätte ich mir gewünscht, dass er ähnlich cool abschließt wie Bailey.« Doch Hazard scheiterte an Leno. »Das war der Unterschied heute.« »So ist das im Fußball - es verliert auch mal die bessere Mannschaft«, sagte Ginter.

»Alle, die den Videobeweis schlecht finden, sollten sich an diese Szene erinnern«

Borussia versuchte alles - Leverkusen verteidigte mit Mann und Maus und der erwähnten Einlage von Heiko Herrlich. Dass die Gäste sich in der Schlussphase den Gladbachern mit elf Mann entgegenstellen konnten, lag an einer als skandalös zu bezeichnenden Entscheidung von Schiedsrichter Manuel Gräfe.

Der Referee hatte bereits früh den Leverkusener Kai Havertz zurecht mit einer Gelben Karte nach dessen Ellenbogeneinsatz gegen Ginter verwarnt. Acht Minuten vor der Pause knallte Havertz erneut den Ellenbogen ins Ginters Gesicht - Gräfe ließ Havertz mit einer Ermahnung davonkommen. »Wenn er nach der ersten Aktion schon Gelb gibt, dann kann das gar keine andere Entscheidung als Gelb-Rot sein«, echauffierte sich Hecking. »Ich bin keiner, der Karten fordert. Aber da gibt es gar keine zwei Meinungen.« Auch für Matthias Ginter war Gräfes Gnadenakt nicht nachvollziehbar. »Das ist ärgerlich. Alle, die den Videobeweis schlecht finden, sollten sich an diese Szene erinnern.«

Trotz der Enttäuschung ein Fingerzeig für die Rückrunde

»Ich mache auf gar keinen Fall den Schiedsrichter für die Niederlage verantwortlich«, sagte Hecking. »Aber ich kann das nicht nachvollziehen. Das war eine klare Fehlentscheidung. Ich weiß nicht, ob wir mit 11 gegen 10 gewonnen hätten, aber von der Herangehensweise wäre es ein anderes Spiel geworden.«

Es kam einiges zusammen an diesem Abend, dennoch war das Spiel auch ein Lichtblick für die Gladbacher. »Obwohl die Enttäuschung riesig ist, lässt uns die Leistung positiv auf das neue Jahr schauen«, so Hecking. »Wenn wir mit dieser Begeisterung und diesem Elan spielen, können wir vieles erreichen in der Rückrunde - nur leider nicht mehr im DFB-Pokal.«

DFB-Pokal Achtelfinale: Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen

0:1! Borussia scheitert an Bayer

von von Marc Basten
Unglücklich ausgeschieden (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)

Unglücklich ausgeschieden (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)

Trotz einer starken Leistung ist für Borussia Mönchengladbach das Achtelfinale im DFB-Pokal die Endstation. Ein Tor von Bailey nach der Pause sorgte für den glücklichen Sieg der Werkself im Borussia-Park.

Dieter Hecking musste auf Raffael (Wadenprobleme) verzichten, dafür stand der zuletzt in der Liga gelbgesperrte Denis Zakaria wieder zur Verfügung. Der Schweizer übernahm seine Position in der Zentrale, Oxford spielte neben ihm. Cuisance tummelte sich zentral hinter Stindl.

Das Spiel wurde aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens um das Stadion - welch eine Überraschung angesichts der Anstoßzeit - mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen. Doch beide Teams waren sofort auf Betriebstemperatur und es entwickelte sich ein Pokalspiel auf hohem fußballerischen Niveau.

Die ersten Duftmarken setzten die Gäste. Stindl klärte bei einer Hereingabe von Bender im Anschluss an eine Ecke vor der Linie per Fußabwehr (4.), sechzig Sekunden später kam Brandt frei zum Kopfball, traf die Kugel zum Glück für die Gladbacher jedoch nicht richtig.

In der Folgezeit war Borussia das bestimmende Team und kombinierte sich mehrfach sehenswert an und in den gegnerischen Strafraum. Nach einem starken Distanzschuss von Stindl musste Leno sich mächtig strecken, beim Rebound rutschte Herrmann aus (7.). Etwas später wurschtelte sich Hazard über links durch und seinen Flachschuss im zweiten Versuch lenkte Leno mit den Fingerspitzen um den Pfosten (18.).

Leverkusens Keeper war auch drei Minuten später zur Stelle, nachdem Stindl einen Flachpass in den Strafraum spielte und Herrmann aus neun Metern zum Abschluss kam. Der Rechtsschuss geriet etwas zu zentral, so dass Leno abwehren konnte (21.).

Nach einer feinen Kombination über Cuisance und Herrmann schloss Hazard im Strafraum im Fallen ab, aber der Belgier bekam nicht genug Druck hinter den Ball, so dass Retsos vor der Linie klären konnte (35.). Kurz darauf hätte Leverkusens Havertz eigentlich frühzeitig duschen gehen müssen. Bereits wegen eines Ellenbogeneinsatzes gegen Ginter gelbverwarnt, rammte Havertz Ginter erneut den Arm ins Gesicht. Schiedsrichter Gräfe ließ Havertz ›leben‹, was verständlicherweise heftige Proteste auf Seiten der Borussen auslöste.

Auch die letzte Tormöglichkeit vor dem Seitenwechsel gehörte der Heimmannschaft. Nach Flanke von Herrmann flog ein Kopfball des durchgestarteten Elvedi knapp über das Tor (40.). Doch auch wenn Borussia ein optisches Übergewicht und Chancenplus hatte - Bayer war stets gefährlich bei seinen Gegenangriffen, welche die Gladbacher aufmerksam verteidigten.

Nach dem Seitenwechsel blieb Havertz auf Leverkusener Seite wohlweißlich draußen - das verfrühte Weihnachtsgeschenk hatte die Werkself gerne angenommen. Borussia dominierte nun vollends, Cuisance stellte Leno mit einem Distanzschuss auf die nächste Probe (48.). Drei Minuten später hätten die Borussen zwingend in Führung gehen müssen. Hazard blockte an der Mittellinie gegen Tah den Ball und lief alleine in Richtung Leno, scheiterte mit seinem Schuss jedoch am Leverkusener Keeper (51.).

Borussia drängte Bayer tief zurück und belagerte minutenlang den Strafraum der Gäste. Nach einer Freistoßflanke von Hazard zog Stindl aus dem Rückraum mit einem Direktschuss ab - Bender lenkte das Leder kurz vor der Torlinie zur Ecke (57.).

Gladbach blieb am Drücker, doch Leverkusen bekam immer noch einen Fuß dazwischen und verhinderte weitere Abschlüsse der Fohlen. So kam es, wie es kommen musste. Leno schlug einen langen Ball Richtung Mittellinie, den Oxford erreichte. Dem 19-Jährigen rutschte die Kugel unter dem Fuß hindurch und Volland schaltete blitzschnell. Mit einem gescheiten Pass schickte er Bailey auf die Reise, der von halblinks alleine auf Sommer zulief. Anders als Hazard zuvor ließ sich Bailey die Chance nicht nehmen und traf ins kurze Eck (70.).

Das war natürlich ein bitterer Wirkungstreffer für die Gladbacher, die dennoch nicht aufsteckten. Hecking brachte mit Grifo, Bobadilla und später Drmić alles, was irgendwie offensiv zu gebrauchen war. Die Borussen fighteten, doch Leverkusen verteidigte mit Geschick und dem nötigen Glück. Ein Schlenzer von Grifo flog knapp am Tor vorbei (78.), ein Kopfball von Vestergaard landete auf dem Tornetz (89.). Auf der anderen Seite hatte Leverkusen einige Kontermöglichkeiten. Borussia warf alles nach vorne, Vestergaard war schon längst Stoßstürmer und auch Sommer tauchte im gegnerischen Strafraum auf. Es nutzte nichts - am Ende mussten sich die Gladbacher trotz guter Leistung und großem Kampf geschlagen geben.

Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer - Elvedi (87. Drmić,), Ginter, Vestergaard, Wendt - Zakaria, Oxford (75. Grifo) - Herrmann (80. Bobadilla), Hazard - Cuisance, Stindl

weiter im Kader: Sippel (ETW), Jantschke, Hoffmanns, Benger

Bayer Leverkusen: Leno - Retsos, Tah, S. Bender, Wendell - Baumgartlinger, Kohr - Brandt (67. Bellarabi), Havertz (46. Mehmedi), Bailey (90.+1 Henrichs) - Volland

Tore: 0:1 Bailey (70.)

Gelbe Karten: - Havertz, Volland, Baumgartlinger

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 49.016

Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen

»Hop oder top«

von von Marc Basten
Matthias Ginter und Kai Havertz im Luftduell (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)

Matthias Ginter und Kai Havertz im Luftduell (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)

Zum Jahresausklang steigt am Mittwoch im Borussia-Park der Pokal-Knaller gegen Bayer 04 Leverkusen (18.30 Uhr). Borussia Mönchengladbach wird mit dem letzten Aufgebot ins K.O.-Spiel gehen. Auch Raffael und Elvedi drohen auszufallen.

Kurz vor Weihnachten könnte Borussia Mönchengladbach sich und seine Anhänger bescheren und möglicherweise nach den Misstönen der letzten Tage auch etwas versöhnen. Nach dem unter dem Strich ordentlichen Abschneiden in der Hinrunde könnte das Jahr mit dem Einzug ins Pokalviertelfinale abgerundet werden. Zum vierten Mal in Folge steht die Fohlenelf im Achtelfinale, die Aufgabe ist jedoch alles andere als leicht.

Mit Bayer Leverkusen kommt eine Mannschaft, die seit dem spektakulären 5:1-Sieg im Borussia-Park den wohl attraktivsten Fußball in der Liga spielt. Auch wenn die Truppe von Heiko Herrlich unnötig einige Punkte liegen ließ, robbte sie sich doch auf den 4. Tabellenplatz vor und geht punktgleich mit der Gladbacher Borussia in die Winterpause. Die knapp 50.000 Zuschauer, die am Mittwoch trotz der frühen Anstoßzeit erwartet werden, dürfen sich auf ein Duell auf Augenhöhe gefasst machen.

Die Werkself kommt mit dem verrückten 4:4 aus Hannover im Gepäck, welches die Beobachter ein wenig ratlos zurückließ. »Vorne hui, hinten pfui«, fasste Dieter Hecking am Dienstag die Leverkusener Leistung zusammen. »Man hat ihre Qualität gesehen, sie haben sehr viel Zug und die nötige Dynamik im Spiel nach vorne. Trotzdem kriegen sie vier Gegentore.«

Appell an die Fans: Leverkusen gemeinsam niederringen

Was die Leverkusener in der Offensive zu leisten imstande sind, ist den Gladbachern noch frisch in Erinnerung. Mit den schnellen Leuten wie Bailey oder Volland ist Bayer brutal gefährlich, »wenn man sie einlädt und ihnen Räume gibt.« So geschehen im Ligaspiel vor zwei Monaten. »Das tat weh damals«, erinnerte sich Hecking, der aber nichts von Rache oder Revanche wissen wollte. »Die drei Punkte sind weg und die bekommen wir auch nicht wieder. Jetzt steht der Pokal im Vordergrund. Hop oder top - darum geht's.«

»Normalerweise wird es ein offenes Spiel, bei dem beide Mannschaften ihre Qualitäten nach vorne haben«, so Hecking, der auch auf die Unterstützung des zuletzt arg kritischen und kritisierten Publikums setzt. »Wir haben das Ziel Berlin und der Weg dahin ist vielleicht möglich, weil im Achtelfinale einige gute Gegner ausscheiden werden. Aber dazu müssen wir gemeinsam Leverkusen niederringen. Auch von der Tribüne muss alles versucht werden, es gemeinsam zu schaffen, wenn es mal wackelt. Es wird ganz sicher morgen schwierige Phasen geben und da brauchen wir die Unterstützung.«

Raffael und Elvedi fraglich, Kramer fällt definitiv aus

Personell hat sich die Lage nach dem Freitagspiel gegen den Hamburger SV weiter verschlechtert. Zwar steht Denis Zakaria, der wegen einer Gelbsperre fehlte, wieder zur Verfügung, doch dafür sind weitere Spieler angeschlagen. Nico Elvedi wird nach seinem Pferdekuss am Oberschenkel genauso mit dem Attribut "fraglich" versehen wie Doppeltorschütze Raffael. Den Brasilianer plagen Wadenprobleme und sein Mitwirken steht auf der Kippe. Christoph Kramer wird gegen seinen Ex-Klub definitiv nicht dabei sein. Er soll, genauso wie Jonas Hofmann, zum Trainingsauftakt im neuen Jahr wieder einsteigen.

Über die mögliche Aufstellung und etwaige Planspiele war am Dienstag nichts zu erfahren. Zakaria wird mit Sicherheit beginnen, so dass sich die Frage nach dem Nebenmann stellt. Cuisance ist natürlich ein Kandidat, wobei eine Variante mit Zakaria und Oxford schon ihren Reiz hätte. Aber ob ein K.O.-Spiel für ein solches Experiment die richtige Gelegenheit ist? Hecking wird sich, eben auch abhängig von Elvedi und Raffael, etwas einfallen lassen müssen. Sicher ist jedenfalls, dass die Ausgangslage komplett offen ist und vieles für ein Pokal-Spektakel spricht. Mit einer hoffentlich schönen Bescherung für die Fohlenelf.

Einzelkritik: Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:0)

Die Pflicht erfüllt

von von Redaktion TORfabrik
Ab ins Achtelfinale (Foto: Lukas Schulze / Bongarts / Getty Images)

Ab ins Achtelfinale (Foto: Lukas Schulze / Bongarts / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach erfüllte im Pokal-Derby bei Fortuna Düsseldorf die Pflicht und zog ins Achtelfinale ein. Die Leistung war solide, wobei vor allem der Einsatzwille hervorzuheben war.

Yann Sommer: Hatte in der ersten Halbzeit nichts Nennenswertes zu halten. Das änderte sich erst nach dem Führungstreffer. Er hielt den Kopfball von Hennings sicher und klärte nach einer Flanke mit einer ›Faust-Wisch-Abwehr‹. Die sah etwas eigenartig aus, war aber funktionell. Beim Elfmeter spekulierte er zwar auf die richtige Ecke und machte sich lang - zu erreichen war der Ball, der an den Pfosten klatschte, nicht mehr. Den zurückspringenden Ball fälschte er leicht ab, aber zum Glück nicht vor die Füße von Gießelmann. In der Schlussphase, als Fortuna lange Bälle reinpumpte, zeigte sich Sommer mehrfach. In einer Situation überließ er Ginter die Klärungsarbeit. Note 3,0.

Tony Jantschke: Erstes Pflichtspiel für den 27-Jährigen seit April. Dass da noch nicht alles rund laufen würde, war zu erwarten. Ein Fehlpass, der zu einem Konter führte, und zwei, drei Unachtsamkeiten waren mit der fehlenden Spielpraxis zu entschuldigen. Dennoch brachte Jantschke durchaus etwas an Stabilität auf die rechte Seite, Mit meist gutem Stellungsspiel besetzte er die Passwege des Gegners und ›fasste‹ auch mal zu. Vorne gab Jantschke nach einem Standard die Kopfballvorlage zur Stindl-Chance, zudem gelang ihm ein Hackenzuspiel auf Traoré und nach der Pause wurde seine Hereingabe im Anschluss an einen Doppelpass mit Raffael ans Außennetz abgefälscht. Geschmälert wurde Jantschkes Leistung durch das Verursachen des Elfmeters. In die Finte von Gießelmann zu tappen, war schon nicht schlau. Das anschließende Foul allerdings komplett überflüssig. Note 3,5.

Matthias Ginter: Machte eine souveräne und weitestgehend unauffällige Partie. Zwei, drei härtere Einsätze der Düsseldorfer musste er über sich ergehen lassen. Der Ex-Dortmunder hatte 109 Ballkontakte, wobei er sich im Spielaufbau größtenteils auf den kurzen Sicherheitspass beschränkte. In der Schlussphase, als es Fortuna mit langen Verzweiflungsschlägen versuchte, mit einigen wichtigen Kopfballklärungen. Note 3,0.

Nico Elvedi: Rückte von der Position des Rechtsverteidigers auf die des linken Innenverteidigers. Brachte so erhöhte Schnelligkeit ins Abwehrzentrum, was er einige Male ausspielen konnte. Allerdings kam er im Verbund mit Wendt gegen Zimmer zu spät. Etwas Mühe hatte er in den Situationen, in denen Hennings als Anspielstation mit dem Rücken zu Elvedi gesucht wurde. Vorne köpfte Elvedi nach einer Ecke über das Tor. In der Schlussphase wurde es noch einmal brenzlig, als er von Hennings im Strafraum überlupft wurde. Note 3,5.

Oscar Wendt: An seinem 32. Geburtstag kam er etwas holprig ins Spiel - ein Fehlpass und eine missratene Ecke waren zu Beginn zu notieren. Doch der Schwede fand die nötige Stabilität, auch wenn er beim ersten Abschluss von Zimmer etwas zu spät rausrückte und kurz darauf Glück hatte, dass sein Kontakt gegen Zimmer im Strafraum keinen Elfmeter zur Folge hatte. Im weiteren Verlauf löste er potentiell brenzlige Situationen in aller Ruhe, im Spiel nach vorne war er an vielen Ballstafetten beteiligt, wobei er ein paar mal übersehen wurde, als er sich vorne anbot. Note 3,5.

Mickaël Cuisance: Eindeutig nicht der Abend des Youngsters, dem gar nichts gelingen wollte. Er begann sehr fahrig und das zog sich wie ein roter Faden durch sein Spiel. Mehrfach war er hilflos unterlegen im Zweikampf, so ließ er sich von Neuhaus in einer Szene ganz einfach wegdrücken. Übermütige Dribblings führten zu einfachen Ballverlusten. Einerseits ging der junge Franzose nicht zum Ball, als er angespielt wurde, anderseits wollte er an jeder Aktion beteiligt sein und nahm besser postierten Kollegen den Raum, die wiederum Cuisances Ballverluste korrigieren mussten. Sah in der 58. Minute Gelb nach einem Scharmützel mit Zimmer und wurde in der 66. Minute ausgewechselt. Natürlich muss man einem jungen Spieler auch eine solche Partie zugestehen, doch gegen einen anderen Gegner wäre das ins Auge gegangen. Note 5,0.

Denis Zakaria: War der beste Spieler an diesem Abend. Unglaublich zweikampfstark, mit riesigem Aktionsradius und sich für keine Drecksarbeit zu schade. Assistierte auch auf den Außen, wenn es nötig wurde. Im Spielaufbau ließ er sich zeitweise zwischen die Innenverteidiger fallen, im Verlauf der zweiten Halbzeit gab er den perfekten Drahtzieher, wenn sich Borussia kontrolliert herausspielte. Mit einem unwiderstehlichen Solo überlief er das gesamte Spielfeld bis hin zu einem Linksschuss, bei dem die Kraft fehlte. Vor der Pause versuchte er es aus der Distanz, der Ball flog jedoch deutlich drüber. Als Cuisance sich mit Zimmer ›fetzte‹, schlichtete Zakaria. Note 2,0.

Thorgan Hazard: Diesmal nominell über links kommend, tauchte er mit ständigen Positionsrochaden oftmals zentral auf. Wie immer war er viel unterwegs und sorgte für Unruhe beim Gegner. Er holte Ecken heraus und bereitete einige der Halbchancen mit vor. Das goldene Tor erzielte Hazard mit einer Menge Glück, aber er suchte den Abschluss und hatte sich den Erfolg damit verdient. Ein riskanter Pass in die Mitte ermöglichte Fortuna eine Umschaltaktion. Bei einem Konter wurde er von Stindl bedient, knallte den Ball aber übers Tor. Der Einsatz des Belgiers war vorbildlich, am Ende plagten ihn Krämpfe. Note 3,0.

Ibrahima Traoré: War zu Beginn sehr unruhig, als er quasi alles in Grund und Boden rennen wollte. Er dirigierte und wedelte viel mit den Armen, am Ball war er sehr hektisch. Ein Verlagerungspass geriet zu weit und bei seinem Rechtsschuss kam er aus der Balance, weil er den linken Arm nicht ausstreckte. Einmal gelang sein typischer Move nach innen - doch der Ball ›kurvte in die Kurve‹. Nach dem Seitenwechsel tauchte er immer mehr ab und wurde eine Viertelstunde vor Schluss durch Johnson ersetzt. Note 4,0.

Lars Stindl: Startete mit viel Biss in die Partie, seine starke Balleroberung führte zur ersten Ecke. Der Kapitän hatte eine relativ gute Chance nach dem Kopfballzuspiel von Jantschke, doch der Schuss wurde geblockt. Ansonsten war er wieder viel in Zwischenräumen unterwegs und ließ sich fallen. Er rackerte und versuchte einiges, um Lücken im Düsseldorfer Defensivverbund aufzutun. Mit einer ›Kampf-Ablage‹ ebnete er den Weg zu Zakarias Solo. Kurz nach dem Führungstor hatte er die Möglichkeit zum vorentscheidenden 2:0, doch er säbelte im Strafraum über den Ball. Note 3,0.

Raffael: Nahm in der Anfangsphase überhaupt nicht am Spiel teil. Hazard drängte vermehrt nach innen, Raffael fand auf halblinks kaum Bindung. Erst nach und nach kam er besser zurecht, ein Distanzschuss flog am Tor vorbei. Hätte kurz vor der Pause einen Strafstoß bekommen müssen, als er nach Stindl-Pass zu Fall kam. Bediente Hazard mit einem perfekt getimten Zuspiel zum Tor des Tages. Hin und wieder wurde er zu einfach vom Ball getrennt. Meistens in den Situationen, wenn sich seitlich keine Anspielstationen ergaben. Note 3,5.

Jonas Hofmann: Ersetzte Cuisance und brachte am Ball etwas Stabilität ins Zentrum. Defensiv wie gehabt mit viel Laufarbeit, aber ohne dabei in die Zweikämpfe zu gehen. Offensiv setzte er sich bei einer Umschaltaktion in Szene, als er den Ball gut nach vorne trieb, sich dann aber am Sechzehner, trotz mehrerer Abspieloptionen, verzettelte. Ohne Note.

Fabian Johnson: Kam für Traoré und rückte auf die linke Seite, Hazard ging dafür auf rechts. Johnson spulte sein Programm in der letzten Viertelstunde routiniert ab. Ohne Note.

Patrick Herrmann: Mit seiner Einwechslung in der 90. Minute wurde etwas an der Uhr gedreht. Ohne Note.

Enttäuschung im Nebel (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)
Pokalfight ohne Happy End

»Es verliert auch mal die bessere Mannschaft«

Die Enttäuschung über das Ausscheiden im Pokal-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen war groß, dennoch verließen die Spieler von Borussia...
von Marc Basten, Nadine Basten und Jan van Leeuwen | 21.12.2017 - 11:44
Unglücklich ausgeschieden (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)
DFB-Pokal Achtelfinale: Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen

0:1! Borussia scheitert an Bayer

Trotz einer starken Leistung ist für Borussia Mönchengladbach das Achtelfinale im DFB-Pokal die Endstation. Ein Tor von Bailey nach der Pause sorgte...
von Marc Basten | 20.12.2017 - 20:36
Matthias Ginter und Kai Havertz im Luftduell (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)
Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen

»Hop oder top«

Zum Jahresausklang steigt am Mittwoch im Borussia-Park der Pokal-Knaller gegen Bayer 04 Leverkusen (18.30 Uhr). Borussia Mönchengladbach wird mit dem...
von Marc Basten | 19.12.2017 - 14:25
Ab ins Achtelfinale (Foto: Lukas Schulze / Bongarts / Getty Images)
Einzelkritik: Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:0)

Die Pflicht erfüllt

Borussia Mönchengladbach erfüllte im Pokal-Derby bei Fortuna Düsseldorf die Pflicht und zog ins Achtelfinale ein. Die Leistung war solide, wobei vor...
von Redaktion TORfabrik | 26.10.2017 - 06:18
Das Tor des Tages (Foto: TORfabrik.de)
Nachdreher aus Düsseldorf

»Es war eine enge Kiste«

Erleichterung bei Borussia Mönchengladbach nach dem knappen, aber verdienten 1:0-Sieg in Düsseldorf. Vor allem, weil Borussia nicht nur die Fortuna,...
von Marc Basten, Jan van Leeuwen und Nadine Basten | 25.10.2017 - 06:01
Augen zu und durch - Thorgan Hazard (Foto: TORfabrik.de)
Fortuna Düsseldorf - Borussia Mönchengladbach

1:0! Hazard trifft zum Sieg in Düsseldorf

Mit 1:0 gewann Borussia Mönchengladbach am Dienstag in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Fortuna Düsseldorf. Matchwinner in einer engen Partie war...
von Marc Basten | 24.10.2017 - 20:32
Dieter Hecking auf der PK am Montag (Foto: TORfabrik.de)
Pokalspiel in Düsseldorf

»Ein schmaler Grat«

Die Voraussetzungen aus Sicht von Borussia Mönchengladbach sind vor dem Pokal-Derby am Dienstag in Düsseldorf (18.30 Uhr) alles andere als perfekt....
von Marc Basten | 23.10.2017 - 15:28
Solide Premiere von Matthias Ginter (Foto: Christof Koepsel / Bongarts / Getty Images)
Einzelkritik: RW Essen - Borussia Mönchengladbach 1:2 (1:0)

Charaktertest in Essen

Borussia Mönchengladbach wurde an der Hafenstraße in Essen richtig gefordert. Für die Mannschaft war es der erste Charaktertest vor dem...
Redaktion TORfabrik.de | 14.08.2017 - 06:12
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