Nachdreher aus dem Borussia-Park

»Das System macht uns in gewisser Weise unberechenbar«

von Nachdreher aus dem Borussia-Park

Nicht nur beim Jubeln ein Team - Borussia Mönchengladbach stürmt auf Rang 2 (Foto: TORfabrik.de)

Das 4:0 von Borussia Mönchengladbach gegen Mainz 05 war ein richtiges Ausrufezeichen der Fohlenelf. Eine stabile Grundordnung und die Unberechenbarkeit im Spiel nach vorne sind momentan der Schlüssel zum Erfolg.

Als im Borussia-Park am frühen Sonntagabend der Pausenpfiff ertönte, klatschten viele Borussenfans zufrieden ob der 1:0-Führung. Dass sie eine Stunde später einen satten 4:0-Sieg bejubeln könnten, werden da die wenigsten geglaubt haben. »In der ersten Halbzeit war es eher ein zähes Spiel«, sagte Lars Stindl, der seine Saisonpremiere im Borussia-Park feierte. Tatsächlich hatten die Gladbacher die erwarteten Probleme mit den Mainzern, die durchaus mutig spielten. »In Ansätzen haben wir es gut gemacht, aber wir hatten noch nicht das Tempo, was du brauchst, um Mainz in Unruhe zu bringen«, erklärte Dieter Hecking. Doch es gab diesen einen sehr guten Angriff, als über Neuhaus, Plea, Stindl und Hazard zielstrebig vertikal gespielt wurde und Hofmann letztlich zur Führung traf.

Dass die genannten Spieler auch die Hauptprotagonisten des Angriffswirbels waren, mit denen die Borussia den Mainzern zwischen der 53. und 63. Minute drei Treffer einschenkte und die Partie damit entschied, ist kein Zufall. Das Zusammenwirken der Offensive ist, neben der stabilen defensiven Grundordnung, momentan der Schlüssel zum Erfolg. Mit Lars Stindl ist ein weiterer Baustein hinzugekommen, der die Offensivabteilung noch unberechenbarer macht.

Stindls strategische Fähigkeiten eines robusten Spielmachers ergänzen sich hervorragend mit denen der Kollegen. Plea ist der wuchtige Typ, der ein herausragendes Spielverständnis hat, erstklassig zwischen Tempoaufnahme und geschicktem Verzögern variiert und präzise Bälle spielt. Hazard ist der Wirbelwind, der mit seinen Läufen mit Ball Räume schafft und permanent für Unruhe sorgt. Ergänzt werden sie vom überragenden Hofmann, der ständig die Gegner anläuft und pausenlos den Weg in die Tiefe macht. Daneben spielt Neuhaus, der ebenso eifrig ist, dazu noch die elegante spielerische Komponente beiträgt. Jeder von ihnen ist in der Lage, dank der individuellen Fähigkeiten den Unterschied auszumachen.

»Durch das neue System haben wir auch mehr Qualität als letzte Saison«

Gegen Mainz stach Jonas Hofmann mit seinen drei Toren hervor, was ihm die Kollegen gönnten. »Er hat echt eine super Entwicklung genommen«, sagte Lars Stindl. »Das war heute ein großer Abend für Jonas - zum ersten Mal macht er drei Tore«, sagte Thorgan Hazard um grinsend anzufügen: »Vielleicht auch zum letzten Mal«. Der Dreierpack von Hofmann trug jedenfalls dazu bei, dass die Borussen einen letztlich klaren und souveränen Heimsieg feierten und nun auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. »Wir freuen uns über die Momentaufnahme«, erklärte Stindl. »Aber wir wissen das auch alle richtig einzuschätzen.«

Das flexibel interpretierte 4-3-3 verinnerlichen die Borussen immer mehr. »Das System kommt uns gerade sehr zu Gute und macht uns auch in gewisser Weise unberechenbar«, erläuterte Stindl und Hazard fügte an: »Wir laufen als Mannschaft sehr viel, arbeiten gut zusammen und spielen ein gutes Pressing. Durch das neue System haben wir auch mehr Qualität als letzte Saison«. Vor allem haben die Gladbacher erkannt, dass es nur gemeinsam geht. »Für die Momentaufnahme ist es unser Geheimnis, dass alle mitziehen«, sagte Hecking und bezog ausdrücklich auch die Spieler mit ein, die nicht zum Einsatz kamen oder gar nicht im Kader standen. »Die Qualität im Training ist sehr hoch und die anderen müssen sich richtig straffen um belohnt zu werden, indem sie spielen.«

Am Montag haben die Borussen frei und können den Sieg gegen Mainz genießen, ab Dienstag richtet sich der Fokus auf Freiburg. »Das Spiel am Freitag wird schwer für uns«, sagte Lars Stindl und stellte nochmals klar: »Wir haben zwar einen guten Start hingelegt, aber wir lassen uns davon nicht blenden«.

 


von Nadine Basten und Marc Basten

 

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