Profis – Spielberichte 2017 / 2018

34. Spieltag: Hamburger SV - Borussia Mönchengladbach 2:1 (1:1)

1:2! Niederlage in Hamburg

von Marc Basten

Josip Drmić erzielte den sehenswerten Gladbacher Treffer (Foto: Alex Grimm / Bongarts / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach unterlag am letzten Spieltag bei Hamburger SV mit 1:2. Für beide Teams hatte das Spiel aufgrund der Ergebnisse auf den anderen Plätzen letztlich keine Auswirkung in der Tabelle. Die Borussia, bei der Drmić traf, spielte über weite Strecken enttäuschend.

Mit drei Änderungen gingen die Borussen ins letzte Saisonspiel: Jannik Vestergaard, Christoph Kramer und Denis Zakaria kehrten nach ihren abgelaufenen Sperren wie erwartet zurück in die Anfangsformation. Ihre ›Vertreter‹ vom 3:0 über den SC Freiburg, Tony Jantschke, Michael Cuisance und Tobias Strobl mussten auf der Bank Platz nehmen.

Die Partie begann von beiden Teams sehr verhalten, was angesichts der Brisanz aus Hamburger Sicht etwas überraschend war. Vielleicht waren die Hanseaten auch geschockt, weil der VfL Wolfsburg schon nach wenigen Sekunden gegen Köln in Führung ging.

Wie dem auch sei, es war ein behäbiger Start in ein Spiel, das nach knapp zehn Minuten plötzlich Fahrt aufnahm. Nach einer HSV-Ecke kam der Ball im Rückraum zu Holtby, der bei seinem Schuss die Kugel nicht richtig traf. Ein Aufsetzer als Querschläger flog an den Arm von Denis Zakaria. Schiedsrichter Brych ließ zunächst weiterlaufen, doch alsbald intervenierte der Videoschiedsrichter.

 

33. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg

3:1! Borussia schlägt Freiburg

Josip Drmić jubelt über seinen Treffer zum 3:1-Endstand gegen Freiburg (Foto: Lars Baron / Bongarts / Getty Images)

Im letzten Heimspiel der Saison schlug Borussia Mönchengladbach den SC Freiburg mit 3:1 (1:0). Thorgan Hazard, Nico Elevdi und Josip Drmić trafen für die Fohlenelf zum verdienten Sieg.

Dieter Hecking war gegenüber der Vorwoche zu vier Wechseln gezwungen: Stindl (OP), Vestergaard, Kramer (jeweils 5. Gelbe Karte) und Zakaria (10. Gelbe Karte) wurden durch Jantschke, Cuisance, Strobl und Drmić ersetzt.

Bei schönstem Wetter im Borussia-Park entwickelte sich das erwartete Spiel: Freiburg konzentrierte sich vor allem auf die Defensive, während die Borussen den Ball hatten und Lösungen suchten. Das sah in Ansätzen ganz gut aus, wobei es in der Anfangsphase keine wirkliche Torchance für die Gastgeber gab.

Als sich die Freiburger nach und nach etwas mehr zutrauten, kamen sie prompt zur ersten Gelegenheit. Nach Flanke von Günter von Borussias rechter Seite kam Petersen aus zehn Metern zentral zum Kopfball und Sommer musste sich mächtig strecken, um den Ball aus dem Eck zu holen (10.).

Borussia tat sich zunehmend schwerer, als ein Klasse-Pass von Strobl zum Türöffner wurde. Hazard legte den Ball per Kopf an dem aus seinem Tor stürmenden Freiburger Keeper Schwolow vorbei und beförderte die Kugel aus vollem Lauf und relativ spitzem Winkel mit links ins Tor - Günter konnte auf der Linie nicht mehr retten (18.).

Ginter köpft mit dem Pausenpfiff an die Latte

Der erste Treffer mit der ersten Chance - Borussia zeigte in diesem Moment die notwendige Effizienz. Die Führung brachte eine gewisse Sicherheit in die Aktionen der Borussen, die jedoch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs immer weniger Tempo aufnehmen konnten. Beide Teams egalisierten sich im Mittelfeld und auf beiden Seiten gab es viele Flüchtigkeitsfehler im Passspiel.

Vor den beiden Toren tat sich bis zum Pausenpfiff kaum etwas. Phasenweise sah es wirklich nach Sommerfußball aus, ehe es in der 45. Minute dann doch noch mal richtig ›kribbelig‹ wurde. Nach einer Ecke von Hofmann kam Ginter zehn Meter vor dem Tor in zentraler Position frei zum Kopfstoß - der Ball klatschte an die Latte.

Nach dem Seitenwechsel machte Freiburg mehr, ohne dabei die Borussen wirklich in Bedrängnis zu bringen. Vor den Toren passierte nichts - bis zur 57. Minute. Da schlug Hofmann eine Ecke von rechts in den Strafraum, die Elvedi wuchtig zum 2:0 einköpfte.

Drmić sorgt für die Entscheidung

Doch die vermeintliche Vorentscheidung war das noch nicht, denn der SC Freiburg meldete sich nochmals zurück. Erst klärte Cuisance kurz vor der Linie, dann rettete Sommer zur Ecke, die dann allerdings den Ausgleich zur Folge hatte. Der Eckball wurde von Kempf per Kopf an den zweiten Pfosten verlängert, wo Kleindienst Elvedi entwischt war und die Kugel über die Linie drückte (59.).

Freiburg wollte jetzt mehr, doch die Antwort kam von Seiten der Fohlen. Raffael bediente den aufgerückten Jantschke auf der rechten Seite, dessen Flanke Drmić in der Mitte mustergültig ins Eck köpfte. Flanke, Kopfball, Tor - Fußball muss nicht immer kompliziert sein (64.).

Vier Minuten später zirkelte Raffael aus zwanzig Metern einen Freistoß an den Querbalken (64.), auf der anderen Seite reagierte Sommer stark gegen Petersen (71.). Freiburg suchte weiter den Weg nach vorne, was für die Borussen viele Räume öffnete. Hofmann (76.), Cuisance (79.), und Hazard (86.) verpassten jeweils nach Dribblings in den Strafraum, das Ergebnis noch höher zu schrauben.

Am Ende steht ein verdienter 3:1-Erfolg für die Borussia, die weiter auf dem 9. Platz steht und mit zwei Punkten Rückstand weiter die theoretische Chance hat, am letzten Spieltag auf Rang 7 zu rücken.

Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer - Jantschke, Elvedi, Ginter, Wendt - Cuisance, Strobl (69. Oxford)- Hofmann, Hazard (86. Herrmann) - Raffael, Drmić (73. Traoré)

weiter im Kader: Sippel (ETW), Beyer, Grifo, Mayer

SC Freiburg: Schwolow - Kübler, Gulde, Kempf, Günter - Höfler, Schuster (37. Haberer) - Frantz (70. Höler), Terrazzino (86. Koch) - Petersen, Kleindienst

Tore: 1:0 Hazard (18.), 2:0 Elvedi (57.), 2:1 Kleindienst (59.), 3:1 Drmić (64.)

Gelbe Karten: - Höfler, Kempf, Kübler

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 54.018

 

von Marc Basten

32. SPIELTAG: SCHALKE 04 - BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH

1:1 auf Schalke

von Marc Basten

Raffael brachte Borussia auf Schalke in Führung (Foto: Lars Baron / Bongarts / Getty Images)

Trotz Überzahl und dem Führungstreffer durch Raffael musste sich Borussia Mönchengladbach am Samstag beim Tabellenzweiten mit einem 1:1-Remis zufriedengeben.

Dieter Hecking (50. Bundesligaspiel als Trainer von Borussia) schickte in der Schalker Arena (genauer der Schalker Halle, denn das Dach war geschlossen) die gleiche Elf ins Rennen, die in der letzten Woche den Heimsieg gegen Wolfsburg einfuhr.

Schalke ging erstaunlich aktiv in die Partie und griff die Borussen früh an. Dennoch hatte die Fohlenelf die erste Chance: Hazard dribbelte über links sehenswert in den den Strafraum und brachte den Ball nahe der Grundlinie nach innen. Ein Schalker bekam noch den Fuß dazwischen, doch die Kugel landete bei Raffael. Der musste aus kurzer Distanz nur noch einschieben, traf aber den Ball nicht richtig, so dass er links am Tor vorbei trudelte (8.).

Schalke fiel derweil durch die aggressive Herangehensweise mit mehreren Foulspielen auf. In der 13. Minute foulte Bentaleb Stindl, der sich daraufhin gestenreich beim Schalker beschwerte. Bentaleb, der für das Foul Gelb erhalten hatte, packte Stindl daraufhin an den Kopf und sah für diese Tätlichkeit die Rote Karte. Aufgrund der Fernsehbilder allerdings eine zweifelhafte Entscheidung.

Raffael vollendet starken Angriff

Dadurch änderte sich die Gemengelage auf dem Platz. Schalke zog sich nun weit in die eigene Hälfte zurück, während Gladbach die meiste Zeit den Ball hatte. Ein Schuss von Elvedi, der im letzten Moment übers Tor gelenkt wurde, war eine gute Möglichkeit (21.), auf der anderen Seite war Sommer nach einem Schalker Konter gegen Burgstaller zur Stelle (32.).

In der 32. Minute durften die Borussen über den verdienten Führungstreffer jubeln. Zakaria schickte Hazard mit einem feinen Pass steil. Der Belgier steckte im Strafraum auf Stindl durch, der mit viel Übersicht quer legte auf Raffael. Der Brasilianer hatte keine Mühe, die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie zu bugsieren.

Kurz darauf zog sich Stindl eine Verletzung am Sprunggelenk zu und musste ausgewechselt werden - Cuisance ersetzte den Kapitän. Borussia blieb das bestimmende Team, musste aber noch den Ausgleich ›fressen‹. Nach einem Schuss von Konoplyanka bekam Kramer den Ball im Strafraum aus kurzer Distanz an die Hand. Schiedsrichter Osmers ließ zunächst weiterspielen - er hatte gute Sicht auf die Situation und zeigte das auch mehrfach entsprechend den protestierenden Schalkern - doch dann intervenierte der Videoschiedsrichter. Osmers schaute sich die Szene an und entschied auf Elfmeter. Caligiuri verwandelte mit dem Pausenpfiff zum 1:1.

Viel Ballbesitz, aber kaum Chancen

Nach dem Seitenwechsel blieb die Lage auf dem Platz gleich. Gladbach hatte den Ball (am Ende 73%), Schalke beschränkte sich (neben nervigen Bodenturneinlagen) auf Konter.

Die Gladbacher taten sich schwer, Lücken im Schalker Geflecht zu finden. Und wenn sie mal durch kamen, fehlte der Punch im Abschluss. So in der 57. Minute, als Elvedi eine Wendt-Hereingabe kurz vor der Torlinie durchrutschen ließ, kurz darauf verzog Hazard aus elf Metern freistehend.

Die Schalker konterten ein paar Mal im Ansatz gefährlich, einen relativ freien Abschluss von Konoplyanka parierte Sommer sicher (62.). Auf der anderen Seite titschte eine Flanke von Elvedi an den Querbalken (74.).

Borussia blieb überlegen, stellte sich aber im vorderen Drittel mehrfach zu umständlich an - daran änderte auch die Hereinnahme von Traoré für Hofmann nichts. Bereits zuvor kam Strobl für den gelb-rot gefährdeten Zakaria. Gladbach probierte es bis zum Ende, musste sich aber letztlich mit dem 1:1 zufriedengeben.

Kurzstatistik zum Spiel:

Schalke 04: Fährmann - Stambouli, Naldo, Kehrer - Schöpf, Goretzka, Bentaleb, Caligiuri - Harit (64. McKennie) - Burgstaller (82. Di Santo), Konoplyanka (89. Teuchert)

Borussia Mönchengladbach: Sommer - Elvedi, Ginter, Vestergaard, Wendt - Kramer, Zakaria (60. Strobl) - Hofmann (79. Traoré), Hazard - Stindl (38. Cuisance), Raffael

weiter im Kader: Sippel (ETW), Strobl, Drmić, Jantschke, Grifo

Tore: 0:1 Raffael (32.), 1:1 Caligiuri (HE/45.+2)

Gelbe Karten: Bentaleb, Di Santo - Wendt, Zakaria (10.), Kramer (5.), Vestergaard (5.)

Rote Karte: Bentaleb (13./Tätlichkeit)

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Zuschauer: 62.271 (ausverkauft)

 

von Marc Basten

31. SPIELTAG: BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH - VFL WOLFSBURG

3:0! Gladbach putzt Wolfsburg

von Marc Basten

Freude nach Kramers Geniestreich (Foto: TORfabrik.de)

Mit 3:0 (3:0) gewann Borussia Mönchengladbach am Freitagabend zum Auftakt des 31. Spieltags gegen den VfL Wolfsburg. Lars Stindl, Raffael und Christoph Kramer sorgen bereits im ersten Durchgang für klare Verhältnisse.

Dieter Hecking nahm im Vergleich zur deutlichen Niederlage in München vor einer Woche eine Veränderung in der Startelf vor: Josip Drmić musste auf die Bank, Lars Stindl führte die Fohlenelf nach abgelaufener Gelbsperre wieder als Kapitän aufs Feld.

Beide Teams starteten verhalten in die Partie, in den ersten Minuten wirkten die Gäste sogar etwas ballfester als die Borussen. Das änderte sich in der 8. Minute, als den Fohlen mit der ersten Chance die Führung glückte. Bazoer verlor den Ball am eigenen Strafraum, Stindl profitierte und flammte die Kugel von halbrechts mit dem rechten Fuß hoch ins kurze Eck zum 1:0 (8.).

In der Folgezeit übernahmen die Borussen die Spielkontrolle und ließen den Ball phasenweise gut laufen, ohne dabei allerdings ein Feuerwerk abzubrennen. Dennoch wäre mit der zweiten Chance fast der zweite Treffer gefallen: Elvedi passte auf Zakaria, der mit raumgreifenden Schritten an den Strafraum lief und mit einem Haken einen Wolfsburger aussteigen ließ. Stindl übernahm und zog von halbrechts ab - Casteels lenkte den Ball mit der Hacke am langen Pfosten vorbei (26.)

Kramer mit einem pfiffigen Freistoßtor

Zwei Minuten später kam Vestergaard nach Stindl-Ecke völlig frei zum Kopfball, verzog jedoch deutlich (28.). Besser war der lange Pass des Dänen in der 35. Minute auf Hofmann. Der nahm den Ball im Strafraum fein an und gab einen Drehschuss ab, der allerdings zu zentral auf Casteels gezielt war. Doch Raffael passte beim Rebound auf und schoss aus rund 14 Metern überlegt flach mit rechts zum 2:0 in die Maschen.

Wolfsburg hing nun richtiggehend in den Seilen. Nach einem langen Ball von Ginter hätte Hazard erhöhen können, doch er scheiterte an Landsmann Casteels (38.). Der Wolfsburger Keeper musste dennoch kurz vor dem Pausenpfiff nochmals den Ball aus dem Netz holen. Und das nach einem höchst kuriosen Tor für die Borussia. Nach einem Foul an Hofmann gab es an der Strafraumgrenze Freistoß für Gladbach. Casteels ordnete noch die Mauer und stand dirigierend am rechten Pfosten. Der Freistoß war schon freigegeben, Christoph Kramer schaltete blitzschnell und schlenzte den Ball zum 3:0 ins linke Eck (44.). Als der Treffer in der Halbzeitpause über die Leinwand lief, war das Gelächter im Borussia-Park sehr groß.

30. SPIELTAG: BAYERN MÜNCHEN - BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH

1:5-Klatsche in München

von Marc Basten

Raffael und die Borussen hatten gegen Thiago und die Bayern nichts zu bestellen (Foto: Sebastian Widmann / Bongarts / Getty Images)

Chancenlos war Borussia Mönchengladbach am Samstag beim 1:5 in München. Trotz des Führungstreffers durch Josip Drmić gingen die harmlosen Borussen bei den Bayern auch in der Höhe verdient unter.

Dieter Hecking nahm drei Veränderungen gegenüber dem Heimsieg gegen Hertha BSC vor einer Woche vor: Für Lars Stindl (Gelbsperre) und Patrick Herrmann (Außenbandriss) und Michael Cuisance (Bank) starteten Josip Drmić, Jonas Hofmann und Thorgan Hazard.

Bei den Bayern saßen erwartungsgemäß einige Hochkaräter (u.a. Lewandowski und James) zunächst draußen, doch auch das A2-Team des ›Immer-wieder-Meister‹ aus München konnte sich durchaus sehen lassen.

Borussia kam gut ins Spiel und hatte in den ersten zehn Minuten deutlich mehr Ballbesitz als die Gastgeber, die sehr abwartend zu Werke gingen. Die Gladbacher ließen die Kugel zumeist ungestört laufen und zeigten gute Ansätze.

Drmić bringt Borussia früh in Front

Die Belohnung folgte in der 9. Minute: Sommer schlug den Ball rechts an die Mittellinie, wo Elvedi das Kopfballduell gegen Alaba gewann. Hofmann übernahm das Leder und spielte gut in den Lauf von Drmić. Der Schweizer lief über halblinks in den Strafraum, ließ Süle ins Leere laufen und traf überlegt mit links ins lange Eck.

Der Gegentreffer weckte allerdings die Bayern, die sich nunmehr anschickten, ihrerseits das Kommando zu übernehmen. Bereits in der 16. Minute setzte Müller die Kugel nach einem Lupferpass von Thiago haarscharf am Tor vorbei.

In der Folgezeit waren die Bayern klar tonangebend. Die Borussen verteidigten aufmerksam mit allen Mann und ließen zunächst außer zwei Müller-Kopfbällen nichts zu. Doch die Dominanz der Münchener wurde immer erdrückender, auch weil die Borussen es nicht mehr verstanden, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten.

Wagners Doppelschlag noch vor der Pause

Es fehlte komplett die Entlastung und die Bayern bohrten beharrlich weiter, um die Lücken im Defensivverbund der Gladbacher zu öffnen. Sommer war zur Stelle bei einem Toliso-Aufsetzer (32.), doch fünf Minuten später jubelten die Bayern. Süle schaltete sich über Gladbachs linke Seite ein, Thiago ließ den Pass des Ex-Hoffenheimers durch die Beine laufen und Müller passte in die Mitte, wo Wagner aus kurzer Distanz einschob (37.).

Die Bayern setzten nach, während bei den Borussen die Ordnung verloren ging. Nach mehreren Panik-Aktionen der Gladbacher im eigenen Sechzehner brachte Müller eine Kerzenflanke vors Tor, wo sich Wagner im Kopfball gegen Zakaria durchsetze. Dem Kopfstoß des Nationalstürmers fehlte zwar der Druck, doch es reichte zum Führungstreffer, weil der Ball unter Sommer hindurch rutschte. Borussias Keeper - bis dahin tadellos - sah nicht gut aus (41.).

Es wurde peinlich

Nach dem Seitenwechsel waren die Bayern bestrebt, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Das sollte bereits nach sechs Minuten gelingen: Der eingewechselte James passte auf Tolisso, der auf Gladbachs linker Seite Wendt davon lief. Den Pass in die Mitte nahm Wagner ab, Sommer wehrte aus kurzer Distanz mit der Brust ab, doch Thiago setzte den Rebound zu 3:1 ins Netz (51.).

Damit war das Spiel durch. Dumm nur, dass die Bayern noch nicht wirklich in den Schongang schalteten. James traf den Pfosten (52.) und etwas später legte Alaba nach. Über Borussias rechte Seite gewährte Hazard dem Österreicher nur Geleitschutz, der das Leder von der Strafraumgrenze sehenswert und unhaltbar zum 4:1 ins lange Eck knallte (67.).

Auch Lewandowski darf noch mal

Es war schon recht peinlich, was die Borussen insgesamt in Bezug auf Zweikampfführung an den Tag legten. Nach vorne war weiterhin komplett tote Hose, daran änderten auch die Einwechslungen von Cuisance und Grifo nichts. Später gab noch Tobias Strobl sein Comeback - die einzige positive Nachricht an diesem Abend.

Bei den Bayern kam (leider) noch Lewandowski, der sich natürlich auch noch als Torschütze betätigte. Nach einer Flanke von Kimmich über Borussias linke Seite kamen weder Ginter noch Elvedi richtig an den Ball. Lewandowski profitierte und platzierte die Kugel locker zum 5:1 ins Eck (82.). Borussia hatte noch Glück, dass der Pole nicht in der Schlussminute seinen zweiten Treffer nachlegte, als er knapp vorbei zielte.

Doch auch so war es eine deftige Klatsche, die sich die Borussen nach einer sehr enttäuschenden Vorstellung in München berechtigterweise abholten.

Kurzstatistik zum Spiel:

Bayern München: Ulreich - Kimmich, Süle, Hummels, Alaba (73. Rafinha)- Rudy - Tolisso, Thiago - Müller (46. James), Bernat - Wagner (70. Lewandowski)

Borussia Mönchengladbach: Sommer - Elvedi, Ginter, Vestergaard, Wendt - Kramer, Zakaria (81. Strobl) - Hofmann (65. Cuisance), Hazard - Drmić (65. Grifo) Raffael

weiter im Kader: Sippel (ETW), Jantschke, Mayer, Bénes

Tore: 0:1 Drmić (9.), 1:1 Wagner (37.), 2:1 Wagner (41.), 3:1 Thiago (51.), 4:1 Alaba (67.), 5:1 Lewandowski (82.)

Gelbe Karten: Hummels, Bernat - Kramer

Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz)

Zuschauer: 75.024 (ausverkauft)

 

von Marc Basten

Zakaria traf im Schneetreiben (Foto: Christof Koepsel / Bongarts / Getty Images)
25. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen

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28. SPIELTAG: FSV MAINZ - BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH

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27. SPIELTAG: BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH - TSG HOFFENHEIM

Wildes 3:3 gegen Hoffenheim

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von Marc Basten | 17.03.2018 - 17:28
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26. Spieltag: Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach

0:2! Verdiente Niederlage in Leverkusen

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von Marc Basten | 10.03.2018 - 19:55
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