7. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Hamburger SV

0:0 im Elfmeterschießen gegen den HSV

von von Marc Basten
Unfassbar! (Photo by Dean Mouhtaropoulos / Bongarts/ Getty Images)

Unfassbar! (Photo by Dean Mouhtaropoulos / Bongarts/ Getty Images)

Borussia Mönchengladbach kam am Samstag im heimischen Borussia-Park gegen Tabellenschlusslicht Hamburger SV nicht über ein torloses Remis heraus. André Hahn und Lars Stindl verschossen jeweils einen Foulelfmeter.

Borussias Trainer André Schubert musste gegen den HSV wie angekündigt auf Raffael (Aufbautraining nach Muskelfaserriss) verzichten. Zudem reichte es auch für Thorgan Hazard (Reizung im Knie) nicht für eine Kadernominierung. Dagegen saß Tobias Strobl nach überstandenem Muskelfaserriss und zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft auf der Bank.

Der Dreierangriff der Fohlenelf wurde von Johnson, Stindl und Hahn gebildet. Die Abwehrreihe übernahmen Elvedi, Christensen und Korb.

Es entwickelte sich von Beginn an das erwartete Spiel: Der HSV positionierte sich um die Mittellinie herum und versuchte, das Gladbacher Aufbauspiel zu unterbinden und lauerte auf Konterangriffe. Die Borussen übernahmen das Kommando und waren bemüht, sich irgendwie in den Hamburger Strafraum zu kombinieren.

Es war eine zähe Angelegenheit, da die Gäste konzentriert zu Werke gingen und den Borussen der Mut zum Risiko fehlte. Die Gladbacher warteten auf den Fehler der Hamburger, den sich diese in der 25. Minute leisteten. Dahoud profitierte von einem Holtby-Fehlpass und bediente Stindl. Der lieferte sich ein Laufduell mit Cleber, in dessen Folge Borussias Kapitän im Strafraum zu Fall kam. Schiedsrichter Stark entschied auf Elfmeter und verweis Cleber gleichzeitig wegen Notbremse des Feldes.

André Hahn trat zum Strafstoß an und schoss wuchtig in das von ihm aus gesehene linke Eck. Doch Adler spekulierte richtig und wehrte den Schuss ab - es blieb beim 0:0 (26.).

In Unterzahl stellten die Hamburger nun das bis dahin zaghaft probierte eigene Kombinationsspiel komplett ein. Sie zogen sich anderthalb Linien weiter zurück und überließen den Gladbachern komplett die Kontrolle. 75 Prozent Ballbesitz hatte die Fohlenelf beim Pausenpfiff, nutzen konnten sie ihn allerdings nicht.

Es gab keine nennenswerte Torchance und gegen Ende des ersten Durchgangs wurde das Spiel zusehends unsauberer. Hahn - in Abseitsposition - rannte in Adler hinein, der mit Knie und Fuß voran nicht zurückzog. In der aufgeheizten Atmosphäre ließ sich Stindl von Spahic provozieren und schlug dem Hamburger mit dem Ellenbogen ins Kreuz. Riesenglück für Borussias Kapitän, dass der Schiedsrichter lediglich Gelb zückte.

Zur zweiten Halbzeit brachte Schubert Traoré für den unglücklichen Herrmann. Dadurch gab es mehr Schwung vorne und Traoré bereitete auch die erste Chance vor, doch Stindl zielte genau in die Arme von Adler (58.). Zwei Minuten später wurde Traoré im Strafraum von Douglas Santos zu Fall gebracht und es gab den zweiten Elfmeter für Borussia an diesem Nachmittag.

Diesmal trat Lars Stindl an, aber auch er traf nicht. Stindl nagelte den Ball an die Latte (61.).

Der HSV zeigte sich im zweiten Durchgang zumindest ansatzweise etwas mutiger im Offensivspiel, doch insoweit ließen die Borussen nichts anbrennen. Vorne blieben sie bemüht, aber es fehlte der letzte Punch. So wie Johnson, der nach starker Vorarbeit von Stindl an Adler scheiterte (77.).

In der Schlussphase warfen die Gladbacher alles nach vorne, Vestergaard kam als Brechstange für den Angriff in die Partie. Doch es nutzte nichts, weil die Borussen an diesem Nachmittag alle Möglichkeiten ungenutzt ließen. Wendt zielte in der 90. Minute zu genau - der Ball landete am Pfosten und Stindl vergeigte freistehend den Rebound.

Der Kapitän blieb der Unglücksrabe - in der Nachspielzeit landete sein Schuss erneut bei Adler. Und als Nico Elvedi in der 94. Minute aus spitzem Winkel am Tor vorbei schoss, war klar, dass Borussia torlos bleiben würde.

Am Ende steht ein 0:0, bei dem Borussia klar zwei Punkte verschenkt hat. Aber wer zwei Elfmeter verschießt und über eine Stunde in Überzahl kein Tor erzielt, hat es letztlich auch nicht besser verdient.

Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer - Korb, Christensen, Elvedi - Kramer, Dahoud (85. Hofmann) - Herrmann (46. Traoré), Wendt - Johnson (87. Vestergaard), Stindl, Hahn

weiter im Kader: Sippel (ETW), Strobl, N. Schulz, Jantschke

Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Spahic, Cleber, Douglas Santos - Ekdal, Holtby - Müller, Hunt (80. Jung), Kostic (73. Wood) - Lasogga (63. Sakai)

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Stindl, Kramer - Lasogga, Spahic, Kostic

Rote Karte: Cleber (25. / Notbremse)

Bes. Vorkommnisse: Adler hält Foulelfmeter von Hahn (26.) / Stindl schießt Elfmeter an die Latte (62.)

Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)

Zuschauer: 53.636

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