Erneut nur ein torloses Remis

»Eine mühsame Phase«

Created by von Marc Basten und Jan van Leeuwen
Leere Blicke (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Leere Blicke (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Das zweite torlose Remis in Folge im heimischen Borussia-Park sorgte bei den Protagonisten nicht gerader für Jubelstürme. Andererseits war die Punkteteilung letztlich leistungsgerecht. Eine Krise will sich bei Borussia weiterhin niemand andichten lassen.

Es war das erwartet schwere und letztlich auch sehr zähe Spiel zwischen Gladbach und der Eintracht im ausverkauften Borussia-Park. Die Gäste aus Frankfurt verdichteten das Mittelfeld, indem sie sehr hoch und kompakt standen. »Sie haben das Spielfeld unheimlich eng gemacht«, hatte Max Eberl von der Bank aus festgestellt. »Frankfurt verteidigt geschlossen in einem Block von zwanzig Metern«.

Ein probates Mittel wäre da der Pass in den Rücken der Abwehrkette - Frankfurt spielte teilweise mit fünf Mann auf einer Linie. »Das sieht von der Tribüne vielleicht so einfach aus«, sagte Eberl. »Aber sie haben Schnelligkeit hinten und können deshalb so hoch stehen«.

Die gute Mischung auf Seiten der Frankfurter war allerdings nur ein Grund dafür, dass sich die Borussen kaum Chancen erspielten. »Natürlich fehlt uns da auch ein Spieler wie Raffael, der auf engstem Raum den Ball annimmt und sich dann nach vorne wegdreht«, erklärte Eberl. »Wir haben Spieler mit Tony, Chris oder auch Mo, der aktuell das Selbstvertrauen nicht hat, die den Ball bekommen, aber zurückprallen lassen. Damit gewinnst du die Meter nicht, im Gegenteil«.

Gegen Frankfurt kam erschwerend hinzu, dass Akteuren wie Lars Stindl, die eigentlich das vertikale Spiel beherrschen, vieles misslang. »Uns sind viele kleine technische Fehler bei der Ballmitnahme und der Ballkontrolle unterlaufen, die wir normalerweise nicht machen«, sagte André Schubert. »Deswegen ist kein richtiger Spielfluss zustande gekommen«.

»Wir haben ein Stück weit zu ungenau gespielt«, bestätigte Stindl. »Wir hatten im letzten Drittel nicht die richtige Idee, um uns eine Torchance zu erspielen«. Nur einmal gelang es, doch Frankfurts Keeper konnte Wendts Schuss noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken. »So einer muss an einem solchen Tag rein«, meinte Stindl.

Mehr als dieser eine Punkt war augenscheinlich für die Borussen unter den gegebenen Umständen nicht drin. Von einer Krise will trotz nur zwei Punkten und keinem eigenen Treffer aus den letzten vier Spielen niemand etwas wissen. »Das ist definitiv keine Krise«, sagte Eberl. »Ein Durchhänger, ja. Wir machen aktuell kein Tor und haben auch wenig Chancen nach vorne. Aber es hat seine Gründe. Wir tun uns schwer, es ist momentan eine mühsame Phase«.

»Die Jungs sind schon relativ ausgebrannt«, so Eberl weiter. »Es fehlen die paar Prozent Spritzigkeit, die ein ausgeruhter Spieler mehr hätte. Aber die Mannschaft hat alles reingeworfen, was halt heute nur zu einem Punkt gereicht hat«.

»Wir sind enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben«, sagte Lars Stindl. »Dennoch machen wir es gut in solchen Spielen, dass wir nichts anbrennen lassen und einen Punkt mitnehmen. Damit müssen wir uns begnügen, auch wenn wir uns mehr erhofft haben. Es ist uns bewusst, dass es eine schwierige Situation ist. Wir wissen, dass wir in den nächsten Wochen mehr punkten müssen, um wieder in andere Regionen zu gucken«.

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