Der 23. Bundesligaspieltag

Schalke schafft auch Heidel

von Der 23. Bundesligaspieltag

Christian Heidel kapituliert auf Schalke (Foto: Robert Michael / AFP / Getty Images)

Christian Heidel wirft auf Schalke hin, Bayern siegt ohne zu glänzen und der BVB beendet seine Ergebniskrise auf wackeligen Beinen gegen naive Leverkusener. Der 23. Spieltag und seine speziellen Geschichten.

Borussia Mönchengladbach ereilte an diesem 23. Spieltag das Schicksal, dass man zum zweiten Mal in Folge ein Heimspiel mit 0:3 verlor. Das war ärgerlich und brachte mit sich, dass man den bangen Blick nach hinten richten musste. Welcher Konkurrent konnte den neuerlichen Patzer nutzen?

Die endgültige Antwort gab es erst am Montagabend, als das von Fußballpuristen aus vielerlei Grünen ignorierte Aufeinandertreffen von RB Leipzig und der TSG Hoffenheim beendet war. Hoffenheim führte bis in die Schlussphase hinein, musste dann aber noch den 1:1-Ausgleich hinnehmen. Leipzig verpasste es damit, sich vor die Fohlenelf zu schieben - ein Punkt trennt die beiden Teams. Auch Hoffenheim bleibt auf Distanz - neun Zähler weniger als Gladbach haben die Kraichgauer.

Wolfsburg und Frankfurt holen auf - Leverkusen bleibt hängen

Darüber hinaus machte logischerweise der VfL Wolfsburg Boden auf die Borussia gut - fünf Punkte beträgt der Abstand. Auch Eintracht Frankfurt lässt nicht locker und legte nach der beeindruckenden Performance in der Europaleague bei den erneut schwachen Hannoveranern nach: Der 3:0-Auswärtssieg der Hessen war in allen Belangen hochverdient. Sechs Zähler hat die Eintracht Rückstand auf Gladbach - die Punkteteilung in der Vorwoche erfährt für die Fohlenelf im Nachhinein nochmals eine Aufwertung.

Den größten Gefallen taten an diesem Wochenende Lucien Favre und seine Dortmunder den Gladbachern. Durch den 3:2-Erfolg über Leverkusen bleibt die in den letzten Wochen aufstrebende Werkself weiter sieben Punkte hinter der Elf vom Niederrhein. Unter dem Strich hält sich der Kollateralschaden der Gladbacher Heimpleite also in Grenzen. Doch klar ist, dass man sich nicht mehr viele solcher Ausrutscher leisten darf.

Dortmund atmet durch - Bayern wenig meisterlich, aber siegreich

Derweil atmen die Dortmunder erstmal kräftig durch. Der Heimsieg gegen Leverkusen war extrem wichtig, wurde aber mit sehr wackeligen Knien erzwungen. In den ersten zwanzig Minuten überließ der BVB den Gästen gezwungenermaßen komplett die Kontrolle und nutzte dann mit Glück und Geschick Abwehrfehler der insgesamt zu einfältig agierenden Leverkusener aus. Die Bosz-Truppe bekam den Spagat zwischen Mut und Naivität nicht ganz hin, so dass sich Dortmund zwar mit Glück, aber letztlich doch verdient durchsetzte und den Dreipunktevorsprung auf die Bayern behauptete.

Der Rekordmeister konnte nach der eigenartig hochgejubelten torlosen Defensivschlacht in Liverpool unter der Woche gegen Hertha BSC mit 1:0 gewinnen. Die Bayern glänzten erneut nicht und auch fußballerisch war es nicht wirklich meisterlich. Zugute kam den Münchenern, dass Selke & Co nicht die Effizienz an den Tag legten, wie vor zwei Wochen in Mönchengladbach. Die Chancen für die Hauptstädter in der Allianz-Arena waren unter dem Strich sogar noch hochkarätiger als im Borussia-Park.

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