Personalplanungen

Rouven Schröder würde ins Profil passen

von Personalplanungen

Rouven Schröder (Foto: Alex Grimm / Bongarts / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach wird sich nicht nur auf der Trainerposition neu aufstellen, sondern auch darüber hinaus personelle Änderungen vornehmen. Das ‘Team Sport’ soll erweitert werden.

Wie bereits am Dienstag nach der Verkündung der Trennung von Cheftrainer Dieter Hecking hier auf TORfabrik berichtet, stehen bei Borussia auch im ‘ureigensten Hoheitsgebiet von Max Eberl’ Veränderungen an. Das könnte das beschriebene Szenario sein, dass Max Eberl künftig als übergeordneter Sportvorstand fungieren und ein externer Sportdirektor dazu geholt wird.

Für eine solche Lösung gibt es viele und gute Argumente - nicht zuletzt die immer umfangreicher werdenden Aufgaben in diesem Bereich. Die Borussen sind hier seit mehreren Jahren nahezu unverändert aufgestellt und es gibt Optimierungsbedarf. Gerade im Bereich der Kaderplanung benötigt es Manpower, weil ein Klub wie Borussia kreative Wege beschreiten muss. Auf den breiten Trampelpfaden des Transfermarkts, wo fertige Spieler einfach für aberwitzige Millionensummen hin und hergeschoben werden, gibt es für Gladbach nichts zu holen.

Rouven Schröder hat sich einen Namen gemacht

Ein Mann, der sich in den letzten Jahren in diesem Bereich durch mehrere hochinteressante Transfers einen Namen gemacht hat, ist Rouven Schröder. Der 43-Jährige leitet bei Mainz 05 die Geschicke als Sportvorstand und hat eine bemerkenswerte Anzahl an Spielern in die Liga gelotst, die zum einen nur wenige überhaupt auf dem Zettel hatten und die zum anderen eine erhebliche Marktwertsteigerung erfahren haben. Ein Beispiel ist Abdou Diallo, den Schröder 2017 für 5 Millionen aus Monaco holte und der Mainz ein Jahr später bei seinem Wechsel nach Dortmund nahezu 28 Millionen eingebracht hat.

Rouven Schröder würde perfekt in das Anforderungsprofil bei Borussia passen und nach Informationen unserer Redaktion setzt man sich in Mönchengladbach mit dieser Personalie intensiv auseinander. Schröder hat den Job von der Pike auf gelernt, war zunächst Videoanalyst und Scout in Nürnberg, später sportlicher Leiter in Fürth. Danach war er zwei Jahre Direktor Profifußball und Scouting bei Werder Bremen, ehe er im Mai 2016 in Mainz Christian Heidel beerbte. Zunächst fungierte er als Sportdirektor, 2017 wurde er in den Vorstand berufen.

Erst im Dezember verlängerte Schröder in Mainz bis 2022

Was gegen eine mögliche künftige Zusammenarbeit mit Borussia Mönchengladbach spricht, ist die aktuelle Vertragssituation von Schröder. Erst Ende letzten Jahres verlängerte er seinen Kontrakt in Mainz vorzeitig bis 2022. Allerdings hat nicht zuletzt der Fall Dieter Hecking gezeigt, wie schnelllebig der Fußball ist. Mittel und Wege gibt es immer. Von daher darf man gespannt sein, ob Rouven Schröder künftig die Geschicke von Borussia mitbestimmt - oder ob es doch alles ganz anders kommt.

 


von Marc Basten

 

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