Dreierpacker ein Mannschaftsspieler

»Plea ist demütig und immer da, wenn man ihn braucht«

von Dreierpacker ein Mannschaftsspieler

Alassane Plea stand nur widerwillig nach dem Spiel im Mittelpunkt (Foto: Oliver Hardt / Bongarts / Getty Images)

An Alassane Plea ging am Samstag im Bremer Weserstadion kein Weg vorbei. Nicht nur wegen der drei Tore war der Franzose der Mann des Tages. Er war der ›Unterschiedsspieler‹, der sich einmal mehr als ein Top-Mannschaftsspieler erwies.

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von Marc Basten und Jan van Leeuwen

Als die Borussen nach dem Schlusspfiff im Bremer Weserstadion vor den eigenen Fanblock schritten um sich für den Support zu bedanken, wurde Alassane Plea von den Anhängern lautstark bejubelt. Doch dem Dreifachtorschützen war es sichtlich unangenehm, so im Mittelpunkt zu stehen. Er musste schon von zwei Kollegen geschubst werden, damit er kurz vortrat und sich feiern ließ. Doch ganz schnell ordnete sich Plea wieder in die Reihe der Mitspieler ein.

»Plea ist sehr demütig, zurückhaltend und immer da, wenn man ihn braucht«, klärte Kapitän Lars Stindl anschließend auf. Der Show-Faktor hält sich bei Plea tatsächlich in höchst wohltuenden Grenzen. »Wir sind froh, dass er so ein super Fußballer, aber auch ein so angenehmer Mensch ist«, sagte Stindl.

»Er ist ein super Stürmer«, lobte Thorgan Hazard den Kollegen. »Er hilft der Mannschaft auch mit seiner Defensivarbeit. Aber heute waren seine drei Tore wichtig. Das war auch gut für ihn, für den Kopf.«

»Unserer Scoutingabteilung ist ein großes Ding gelungen«

Bremen ist ein gutes Pflaster für den 25-Jährigen. Im Pokal gegen Hastedt erzielte er auf Platz 11 des Weserstadions seinen ersten Dreierpack für die Fohlenelf, nunmehr netzte er im ›großen‹ Stadion erneut dreifach ein. Das katapultierte ihn an die Spitze der Torschützenliste, die er sich mit Reus und Alcacer (alle 8 Treffer) teilt.

Plea selbst gab sich nach dem Spiel typisch bescheiden. Mittlerweile versteht er deutsch schon ganz gut, aber natürlich ließ er sich bei den Pflichtterminen vor den Kameras dolmetschen. Seine Aussagen waren wenig spektakulär, was das Bild abrundet, das Plea abgibt: Auf dem Platz ist Plea nicht zu halten, daneben sind ihm Allüren oder Showeffekte weitestgehend fremd.

Auch wenn man nach 11 Spieltagen noch kein endgültiges Urteil fällen kann, scheinen die 23 Millionen Euro für Plea äußerst gut angelegt. »Unserer Scoutingabteilung, wo Steffen Korell vorne ansteht, ist ein großes Ding gelungen, diesen Spieler zu finden«, sagte Max Eberl. »Alassane hilft uns mit allen Facetten weiter. Nicht nur dem Toreschießen, sondern auch, wie er Fußball spielt und am Spiel beteiligt ist.«


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