Nach dem Sieg in Leverkusen

Jonas Hofmann und der ungeplante Assist

von Nach dem Sieg in Leverkusen

Jonas Hofmann und Alassane Plea nach dem Schlusspfiff in Leverkusen (Foto: TORfabrik.de)

Beim ›goldenen Tor‹ in Leverkusen war Jonas Hofmann entscheidend beteiligt. Borussias Mittelfeldspieler gab den Assist für den Torschützen Alassane Plea. Allerdings nicht ganz freiwillig.

Der Rückrundenauftakt in Leverkusen hatte es in sich: Viele Torchancen - vor allem für die Gastgeber -, viel Einsatz und einiges an Hektik. Dass am Ende nur ein Tor dabei herausgekommen ist, wird dem Spiel eigentlich nicht gerecht. Den Gladbacher Borussen kann das allerdings egal sein, schließlich erzielte Alassane Plea eben dieses eine Tor und sicherte damit den Auswärtssieg.

Entscheidend beteiligt am Treffer des Tages war Jonas Hofmann. Elvedi hatte den Ball flach zentral auf Stindl gespielt, der wiederum mit guter Bewegung auf Hofmann weiterleitete. »Das war genauso, wie wir es geplant haben - die Ketten überspielen«, erzählte Hofmann anschließend. »Aranguiz hat oft durchgedeckt auf Strobl im Zentrum und wenn sich Lars dann ein bisschen fallen lässt zwischen die Abwehrkette und das Mittelfeld, kann er da aufdrehen. Wir können dann mit der Acht nachrücken und Lasso geht tief. Das war ein schön herausgespieltes Tor.«

Hofmann, der mit dem Ball am Fuß in den Strafraum lief, legte auf Plea ab. Allerdings nicht ganz freiwillig, denn eigentlich wollte er sich selbst in Position bringen. »Die erste Intuition war schon, sich den Ball selber vorzulegen, weil Wendell quasi auf mich drauf gesprungen ist«, gab Hofmann zu. »In dem Moment, wo der Ball meinen Fuß verlässt, sehe ich noch, dass Lasso wahrscheinlich gedacht hat, ich spiele ihn da jetzt rein. Sei es, wie es sei - Hauptsache er ist dahin gelaufen und hat ihn reingemacht.«

»Der größte Punkt heute war das Glück, aber das gehört auch dazu«

Das war nicht ganz einfach, zeigt aber die Torjägerqualitäten von Alassane Plea. »Der Winkel war schon sehr spitz«, sagte Hofmann. »Da die Lücke noch zu sehen und zu finden - Hut ab.« Hofmann selber hatte in der Schlussphase noch die Chance zum 2:0, sein Schuss strich um wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Ansonsten war insbesondere der zweite Durchgang fast ausschließlich eine Abwehrschlacht für die Borussen.

»Vor allem nach der Pause standen wir sehr tief und sind oft in die Bredouille gekommen«, bekannte Hofmann. »Wenn wir in Ruhe den Ball hatten, sind wir nicht kompakt rausgeschoben. Wenn dann ein langer Ball kommt, hast du gegen die kopfballstarken Tah und Bender auch oft nicht die Chance auf die zweiten Bälle. Die wären heute wichtig gewesen. Aber wir haben das Ganze nur noch verteidigt.«

»Um in Leverkusen zu null zu spielen, muss vieles zusammenkommen. Der größte Punkt heute war das Glück, aber das gehört auch dazu«, so Hofmann weiter. »Wir haben aus wenigen Chancen unser Tor gemacht, haben zum achten Mal in dieser Saison zu Null gespielt und nur achtzehn Gegentore - das ist schon eine Hausnummer. Der Sieg war letztlich etwas glücklich, aber auch nicht unverdient.«

 


von Marc Basten und Jan van Leeuwen

 

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