Hazard mit Doppelpack, Elvedi patzt und trifft

Irres 5:2 der Schweiz über Belgien - Hazard und Elvedi treffen!

von Hazard mit Doppelpack, Elvedi patzt und trifft

Thorgan Hazard und Nico Elvedi - Hauptdarsteller in einem denkwürdigen Fußballspiel (Foto: Fabrice Coffrini / AFP / Getty Images)

Was ein Spiel in Luzern am Sonntagabend! Die Schweiz gewinnt gegen Belgien nach einem 0:2 Rückstand - Doppelpack von Thorgan Hazard - mit 5:2! Nico Elvedi trifft für die Eidgenossen, die nächstes Jahr am Finalturnier der Nations League in Portugal teilnehmen.

Da sage noch einer, die Nations League sei ein langweiliger und überflüssiger Wettbewerb. Am Sonntagabend in Luzern bewiesen Schweiz und Belgien in einem rasanten ›Finalspiel‹ um den Gruppensieg und damit die Teilnahme am Finalturnier in Portugal im nächsten Sommer das Gegenteil. Es war ein rasantes und unterhaltsames Fußballspiel - mit Spielern von Borussia Mönchengladbach in tragenden Rollen.

Auf Seiten der Belgier stand Thorgan Hazard in der Startelf, bei den Schweizern gehörten Michael Lang und Denis Zakaria zum Kader, Yann Sommer und Nico Elvedi liefen von Beginn an auf. Elvedi hatte dabei vergessen, den ›Gladbach-Modus‹ auszublenden. Anders ist es nicht zu erklären, was den Innenverteidiger geritten haben kann, im eigenen Strafraum den Ball für seinen Borussen-Kollegen Hazard aufzulegen, der schon nach zwei Minuten den Führungstreffer für Belgien markieren konnte.

Die Schweizer erholten sich zunächst von diesem Schock nicht - im Gegenteil. In der 17. Minute lief Thorgan Hazard mit dem Ball am Fuß quasi ohne Gegenwehr durchs Schweizer Mittelfeld, Elvedi verhielt sich sehr passiv und musste mit ansehen, wie Hazards strammer Schuss von der Strafraumkante - noch von Yann Sommers Fingerspitzen berührt - ins lange Eck zum 0:2 einschlug.

Thorgan Hazard schien mit seinem Doppelpack der große Triumphator zu sein

Nach zwanzig Minuten sah es nach einem rabenschwarzen Abend für Nico Elvedi und die Schweiz aus - Thorgan Hazard schien mit seinem Doppelpack der große Triumphator zu sein. Doch was dann passierte, werden wohl weder die Belgier noch die Schweizer schlüssig erklären können. Alles begann mit dem Anschlusstreffer in der 26. Minute, als Rodriguez einen berechtigten Foulelfmeter verwandelte. Plötzlich waren die Schweizer wach und nur fünf Minuten später gelang Seferovic der Ausgleich.

Die Belgier wirkten konsterniert, ihr bis dahin so leichtfüßiges Offensivspiel verkrampfte und hinten taten sich große Lücken auf. Die nutzten die Eidgenossen in der 44. Minute nach einer Ecke der Belgier zu einem blitzsauberen Kontertor - erneut traf Severovic.

Nach dem Seitenwechsel agierten die Schweizer stabiler, während Belgien sich weiter schwertat. Thorgan Hazard war zwar extrem viel unterwegs, kam jedoch nicht mehr in Abschlussposition. Das gelang ausgerechnet Pechvogel Nico Elvedi - der Borusse köpfte eine Shaqiri-Hereingabe am Fünfmeterraum ins lange Eck zum 4:2 für die Schweiz (62.). Damit machte Elvedi nicht nur seinen Patzer beim 0:1 wett, er brachte die Schweizer aufgrund des nun positiven direkten Vergleichs mit Belgien auf den ersten Platz in der Gruppe.

Zakaria verpasst in der Nachspielzeit den sechsten Schweizer Treffer

Den gaben die Eidgenossen in einer rassigen Schlussphase nicht mehr her. Belgien warf alles nach vorne, die Schweizer verteidigten mit einem starken Elvedi und einem aufmerksamen Sommer, später half auch noch Zakaria mit. Sechs Minuten vor Schluss sorgte Seferovic mit seinem dritten Tor für die endgültige Entscheidung - Zakaria verpasst ein der Nachspielzeit sogar noch den sechsten Treffer für die Schweiz, als er freistehend an Belgiens Keeper Courtois scheiterte.

Am Ende jubelten die Schweizer nach einem denkwürdigen Fußballspiel über ein 5:2 gegen Belgien. Deren Doppeltorschütze Thorgan Hazard schlich nach dem Abpfiff mit langem Gesicht vom Platz, während Nico Elvedi sichtlich erleichtert den Trikottausch mit dem Kollegen verabredete.


von Redaktion TORfabrik

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