Umstellungen möglich

Hofmann fraglich - Kommt die ‚Achter-Rotation‘ in Gang?

von Umstellungen möglich

Jonas Hofmann droht auszufallen (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)

Der Konkurrenzkampf im Mittelfeld bei Borussia Mönchengladbach ist bekanntlich groß. Für die beiden Achter-Positionen gibt es viele Anwärter, aber Jonas Hofmann und Florian Neuhaus haben sich dort festgespielt. Nun droht Hofmann auszufallen.

Am Mittwoch fehlte auf dem Trainingsplatz neben dem frisch operierten Matthias Ginter auch Jonas Hofmann. Der 26-Jährige, in neuer Rolle im neuen System quasi die Neuentdeckung dieser Saison, hat sich eine Muskelverletzung am Hüftbeuger zugezogen. Was genau dahintersteckt, blieb weitestgehend unklar. Die Interpretationen reichten von einer Ausfallzeit von wenigen Tagen bis zum Hinrundenaus.

Relativ unbestritten ist zumindest, dass es mit einem Einsatz am Sonntag in Leipzig eng werden könnte. Dann müsste Dieter Hecking nicht nur den Ausfall seines unumstrittenen Abwehrchefs Matthias Ginter kompensieren, sondern auch Basisspieler Hofmann ersetzen. Zwar gibt es für die Achter-Position weitaus mehr Variationsmöglichkeiten als in der Innenverteidigung, doch Hofmann hat mit seiner Art zu spielen das neue Gladbacher System entscheidend mitgeprägt.

Als unermüdlicher ‚Anläufer‘ des gegnerischen Aufbauspiels sowie als Ballschlepper zwischen den Linien hat sich Hofmann seinen Stammplatz verdient – fünf Tore und drei Assists unterstreichen seine Wichtigkeit in dieser Saison. Aber auch seine Flexibilität schätzt Dieter Hecking. So rückte Hofmann am letzten Sonntag gegen Hannover nach der Pause nahezu ‚geräuschlos‘ auf die rechte Seite, während Lars Stindl die Achterposition einnahm.

Stindl als Achter eine Option – Herrmann, Traoré oder Johnson könnten profitieren

Stindl wäre auch eine der Optionen, die bei einem Ausfall von Hofmann in Leipzig infrage kommen könnten. Eigentlich hatte ihn Hecking ohnehin als Achter auf dem Zettel, doch weil das Duo Hofmann & Neuhaus so gut funktionierte und Stindl nach der langen Pause zudem noch der Rhythmus für die doch sehr laufintensive Achterposition fehlte, spielte der Kapitän bislang meist als nominell zentraler Stürmer.

Falls Stindl am Sonntag als Achter starten sollte, könnte Plea wieder zentral spielen und zu Hazard mit Herrmann, Traoré oder Johnson einer der Spieler aus der ‚zweiten Reihe‘ zum Zuge kommen, die merklich mit den Hufen scharren. Doch es gibt auch Lösungen, bei denen die Sturmreihe nicht umgestellt werden müsste.

Denis Zakaria ist die naheliegende Lösung

Naheliegend ist, dass Denis Zakaria die Hofmann-Position übernimmt. Der Schweizer ist bisher die erste Alternative als Achter und seine körperliche Präsenz wäre gerade gegen die athletischen Leipziger durchaus sinnvoll. Mit dem Treffer gegen Hannover hat Zakaria zuletzt eine Duftmarke hinterlassen und anschließend zu erkennen gegeben, dass er persönlich mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden ist.

Zudem dürften sich auch László Bénes und Michael Cuisance zumindest Hoffnungen auf einen Kaderplatz machen. Dass Hecking einen von beiden in Leipzig gleich von Beginn an ins kalte Wasser werfen wird, erscheint eher unwahrscheinlich. Aber sie könnten zumindest im Verlauf der Partie auf einen Einsatz hoffen, um Pluspunkte in eigener Sache zu sammeln. Gut möglich, dass die ‚Achter-Rotation‘ in Leipzig in Gang gesetzt wird.


von Marc Basten

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