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Gegneranalyse | Forechecking: VfL Wolfsburg

von Gegneranalyse

Wolfburger Jubel um Torschütze Maxi Arnhold beim Heimspielsieg über Mainz (Foto: Martin Rose / Bongarts / Getty Images)

Auf Borussia Mönchengladbach wartet am 23. Spieltag die nächste Herausforderung. Mit dem VfL Wolfsburg kommt ein Gegner, der nicht nur im oberen Tabellendrittel zu finden ist, sondern gerade auch in der Fremde sehr erfolgreich Fußball spielt.

Im letzten Jahr noch in der Relegation zu finden, läuft in dieser Saison vieles ziemlich gut in der Autostadt Wolfsburg. Nach einem gelungenen Saisonstart folgte ein kleines Tief in der Mitte der Hinrunde, was wiederum zwischenzeitlich den zwölften Tabellenplatz bedeutete. Doch Trainer Bruno Labbadia behielt die Ruhe und führte die Niedersachsen zurück in die Erfolgsspur. Nach nun 22 gespielten Partien liegt der VfL Wolfsburg auf einem respektablen sechsten Tabellenplatz. Vor der Saison hätte dies wohl kaum jemand für möglich gehalten, doch das Team von Labbadia ließ die Kritiker verstummen.

Vor allem auf des Gegners Platz zeigen die Wolfsburger ihre Stärken. In der Auswärtstabelle liegen die Niedersachsen auf einem bemerkenswerten dritten Tabellenplatz. Sechs von elf Spielen konnte der VfL sogar gewinnen. Doch ist es nicht nur die Punkteausbeute, die in Wolfsburg alle begeistert. Die Art und Weise, wie das Team auftritt, ist oftmals attraktiv und sehenswert.

Wout Weghorst droht in Gladbach auszufallen

Im Vergleich zu den letzten Jahren versuchen die Wölfe offensiven Fußball zu spielen und den Ball laufen zu lassen. Hinzu kommt ein Spieler, der seit dieser Saison das Trikot des VfL Wolfsburg trägt: Wout Weghorst. Der großgewachsene Stürmer aus den Niederlanden kam im Sommer aus Alkmaar und überzeugte direkt. In 22 Ligaspielen erzielte Weghorst neun Tore und gab drei Torvorlagen. Nicht nur im Luftkampf strahlt der 26-jährige Stürmer eine enorme Gefahr aus, auch am Boden sorgt Weghorst immer wieder für gefährliche Abschlüsse.

Vor der Partie in Mönchengladbach bangt Labbadia aber genau um diesen Spieler. Weghorst ist angeschlagen und ein Einsatz am Samstag ungewiss. Natürlich besteht der VfL Wolfsburg nicht nur aus dem Niederländer, doch wäre ein Ausfall alles andere als einfach zu kompensieren. Sollte Weghorst nicht dabei sein, könnte Admir Mehmedi zu seinem Comeback kommen.

Labbadia lässt zumeist im 4-3-3 spielen

Was die Spielformation angeht, so strahlt Bruno Labbadia eine hohe Konstanz aus. Die Grundformation ist zumeist ein 4-3-3 System, was von seinen Spielern offensiv interpretiert wird. Das zeigt sich u.a. an den häufigen Aktionen der Außenverteidiger. Sowohl William über die rechte Seite, als auch Jérôme Roussillon über links sorgen für viele Flanken in den Strafraum, aber eben auch für eine direkte Torgefahr.

Gefährlich wird es auch bei Standards. Durch große und kopfballstarke Spieler wie Brooks, Knoche, Guilavogui oder eben Weghorst verfügt der VfL Wolfsburg in der Luft über eine enorme Wucht. Gerne verstärkt Labbadia das Mittelfeld mal durch eine Anpassung des Systems in ein 4-3-1-2, was auch am Samstag eine Option sein könnte. Vieles spricht jedenfalls für ein interessantes Spiel, wenn im Borussia-Park der Tabellendritte auf den -sechsten trifft.

 

Voraussichtliche Aufstellung VfL Wolfsburg:

Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon - Guilavogui - Gerhardt, Arnold - Steffen, Brekalo – Weghorst (Mehmedi)

 


von Niklas Kirchhofer

 

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