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Gegneranalyse | Forechecking: FC Augsburg

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Tobias Strobl wechselte von der Borussia zum FC Augsburg (Foto: imago images)

Borussia Mönchengladbach erwartet am 8. Spieltag den FC Augsburg zum Geisterspiel im Borussia-Park. Die bayerischen Schwaben sind in dieser Saison eine kleine Überraschungstüte.

Vor der Länderspielpause musste das Team von Trainer Heiko Herrlich eine klare Niederlage im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin hinnehmen. Es war die dritte Niederlage in der noch jungen Saison. Dem gegenüber stehen drei Siege (Union Berlin, Dortmund und Mainz) sowie ein Unentschieden (Wolfsburg). Mit zehn Punkten nach sieben Spieltagen kann man in Augsburg recht zufrieden sein, nachdem man die vergangene Saison auf dem 15. Tabellenplatz beendet hatte.

Die Verstärkungen im Sommer haben Heiko Herrlich direkt weitergeholfen. Grund dafür ist sicherlich die Tatsache, dass mit Rafal Gikiewicz, Daniel Caligiuri, Felix Udokhai und Tobias Strobl viel Bundesligaerfahrung nach Augsburg wechselte. Das merkt man dem Team an und gerade beim Faktor Stabilität haben die genannten Spieler einiges beitragen können. Auch ein Faktor ist die Tatsache, dass man kaum Leistungsträger abgeben musste. Lediglich Philipp Max, jüngst zum Nationalspieler aufgestiegen, wechselte zum PSV Eindhoven. Doch auch diesen Abgang konnte man in der Zwischenzeit kompensieren.

Klassisches 4-4-2 mit Fokus über Außen

Leistungsträger in der bisherigen Saison sind Spieler wie Ruben Vargas, Daniel Caligiuri und Ex-Borusse Andre Hahn. Hahn ist auch mit drei Treffern der treffsicherste Torschütze seines Teams. Auch Tobias Strobl findet immer mehr in die erste Elf. Der Mittelfeldspieler wechselte im Sommer ablösefrei aus Gladbach zum FCA, wurde in allen Partien eingesetzt und ist mittlerweile der Taktgeber im zentralen defensiven Mittelfeld der Fuggerstädter.

Heiko Herrlich ist kein Trainer, der Woche für Woche sein Spielsystem anpasst. Demnach ist es auch kaum verwunderlich, dass er sein Team immer wieder im 4-4-2 auf den Platz schickt. Zwischendurch wurde auch schon mal ein 4-2-3-1 ausprobiert, doch letztendlich sind dies nur kleine Änderungen, welche die Grundformation im Augsburger Spiel betreffen. Bei seiner Spielidee legt Herrlich viel Wert auf Einsatz und Laufbereitschaft. Hinzu liegt der Fokus im Spiel mit Ball auf der Außenbahn. Hier verfügt der FCA über Tempo und Kreativität. Folgerichtig agieren die Augsburger auch gerne mit Flanken ins Sturmzentrum.

Fragezeichen nach Länderspieleinsätzen

Gerade in der Defensive konnte man sich in diesem Jahr stabilisieren. Auch wenn noch immer nicht alles rund läuft und zehn Gegentore in sieben Spielen nicht wenig sind - gegen den Ball wirkt die Mannschaft bislang reifer und eben auch stabiler. Bei Standardsituation können die Augsburger immer wieder Wucht einsetzen und kommen somit auch zu gefährlichen Abschlüssen vor dem gegnerischen Tor.

Auch Heiko Herrlich steht vor der schwierigen Frage, welcher Spieler in welcher Verfassung von der Nationalmannschaft zurück gekommen ist. So könnte es gut sein, dass Khedira für Gruezo ins Team rücken wird. Der Ecuadorianer war noch vor kurzem im Einsatz für sein Land. Eine Option, die Herrlich eine Entscheidung schwer machen dürfte, ist Marco Richter. Der Offensivspieler erzielte unter der Woche im Testspiel gegen Karlsruhe zwei Tore und wäre eine Alternative für die Außenbahn. Nicht zur Verfügung stehen im Borussia-Park Fredrik Jensen, Jan Moravek und Noah Joel Sarenren Bazee.

Voraussichtliche Aufstellung FC Augsburg:

Gikiewicz - Gumny, Gouweleeuw, Uduokhai, Iago - Khedira, Strobl - Caligiuri, Vargas - Hahn, Niederlechner

 


von Niklas Kirchhofer

 

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