Denis Zakaria in Warteposition

»Die Situation akzeptieren und die Herausforderung annehmen«

von Zakaria

Denis Zakaria am Mittwoch in Jerez (Foto: TORfabrik.de)

Sieht man Denis Zakaria, so ist da meistens ein gut aufgelegter junger Mann, der ein breites Grinsen auf dem Gesicht hat. Dabei hätte er Grund für schlechte Laune.

Bei strahlendem Sonnenschein kommt Denis Zakaria zum Pressegespräch im Garten des Mannschaftshotels. Zakaria möchte in der Sonne sitzen, was auch zum Gemüt des jungen Schweizers passt. Doch Zakaria hat eine komplizierte Hinrunde hinter sich.

Nach seiner starken Debütsaison bei den Fohlen im letzten Jahr musste der 22-jährige in dieser Saison die Rolle des Ersatzspielers erstmal verdauen. Stand Zakaria im Vorjahr noch bei 33 Partien 29 Mal in der Startelf, so kommt er aktuell nur auf 8 Einsätze von Beginn an. Das liegt allerdings nicht an einem enormen Leistungsabfall des WM-Teilnehmers, sondern an den veränderten Bedingungen in Gladbach.

„Wir haben viele gute Spieler und einen großen Kader in diesem Jahr. Die Hinrunde war ein bisschen schwierig für mich. Natürlich hatte ich gerade nach meiner ersten Saison darauf gehofft, ein bisschen mehr spielen zu können«, sagte Zakaria zu den mitgereisten Journalisten. »Diese Situation muss ich akzeptieren und die Herausforderung annehmen. Ich kann mich bei vielen Dingen noch verbessern und muss noch hart arbeiten«.

Das gilt für Zakaria vor allem im taktischen Bereich, denn er muss sich weiter an seine neue Rolle auf dem Platz gewöhnen. Spielte Zakaria im letzten Jahr noch auf der Doppelsechs zusammen mit Christoph Kramer, so wurde er nach der Umstellung auf nur noch einen Sechser eher als Kandidat auf der Achterposition gesehen. »Die Position ist ein bisschen neu für mich. jedoch finde ich, dass sie perfekt für mich passt.«

Ein wenig fremdelt er noch, wenn es ums taktische Verhalten geht, doch zuletzt waren die Fortschritte deutlich sichtbar. Nun heißt es, weiter Gas geben um es Trainer Hecking so schwer wie möglich für den Rückrundenstart gegen Leverkusen zu machen. Eine Tendenz, ob Zakaria gegen die Werkself auflaufen wird, ist indes nicht auszumachen und so sieht das auch der Spieler selbst: »Ob ich gegen Leverkusen spielen werde, das kann nur der Trainer sagen. Ich bin zu 100% fit und kann spielen. Wenn der Trainer mich braucht, gebe ich alles.«

Zakaria weiter: »Ich muss einfach um meinen Platz in der Mannschaft kämpfen. Wir alle wollen spielen und natürlich ist man unzufrieden, wenn man nicht dabei ist. Aber meine Unzufriedenheit zeige ich nicht innerhalb der Mannschaft, da bin ich eher ruhig. Anders ist es, wenn ich zu Hause bin, alleine oder bei meiner Familie.« Besonders seine Mutter unterstützt ihn immer wieder, wenn Zakaria einen Rat benötigt: »Meine Mutter sagt, dass ich ruhig bleiben soll und dass meine Zeit kommt, wenn ich Geduld habe.«

Ein kluger Ratschlag. Bei den Anlagen des Schweizer Nationalspielers wird früher oder später kein Weg an ihm vorbeigehen. Doch auch wenn es nicht für einen Startelfeinsatz gegen Leverkusen reichen sollte, die gute Laune und das breite Grinsen wird sich Zakaria nicht nehmen lassen.


von Niklas Kirchhofer

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