Topspiel am Samstag

»Unsere Aufgabe ist es, Schalke vor Aufgaben zu stellen«

von Topspiel gegen Schalke

Eine von mehreren Entscheidungen, die Dieter Hecking treffen muss: Tobias Strobl oder Christoph Kramer? (Collage: TORfabrik / Fotos Cathrin Mueller / Christof Koepsel / Bongarts / Getty Images)

Nach der Länderspielpause kommt der FC Schalke 04 am Samstag (18.30 Uhr) in den Borussia Park. Für Borussia Mönchengladbach geht es darum, den guten Saisonstart zu bestätigen, Schalke hingegen steht mit null Punkten aus zwei Spielen unter Druck. Für Borussias Trainer Dieter Hecking ist das jedoch kein Grund, den Gegner zu unterschätzen.

Gleich nach zwei Spielen wieder in eine Länderspielpause zu gehen, kann Vor- und Nachteile haben. Für Borussia kam die Unterbrechung zu diesem frühen Zeitpunkt ungelegen. »Nach zwei Spieltagen schon eine Pause ist nicht gut«, bestätigte Dieter Hecking. Mit vier Punkten aus zwei Spielen sind die Borussen gut in die Saison gestartet und auf dem Weg zu einem gewissen ‚Flow‘. Für den Gegner Schalke bedeutet die Pause, sich vom holprigen Saisonstart erholen zu können.

Die Schalker, die bisher beide Spiele verloren haben, stehen unter Zugzwang – jedenfalls von außen. »Die Frage ist, ob sie sich unter gesetzt Druck fühlen«, so Hecking. »Ich weiß nicht, wie das interne Gefühl ist.« Nach der letzten Saison, in der die Schalker immerhin Vizemeister wurden, warnt Hecking davor, den Gegner allzu schnell zu unterschätzen. »Es wäre fatal, Schalke an den ersten beiden Spielen zu messen. Domenico Tedesco wird seine Mannschaft akribisch auf uns vorbereiten und versuchen, den kleinen negativen Trend zu stoppen. Genauso müssen wir die Schalker erwarten.«

Es wird für Borussia also sicherlich kein Selbstläufer werden gegen die Knappen. »Wir müssen es mit einer guten Mannschaftsleistung genauso hinbekommen, wie gegen Leverkusen. Dann können wir ihnen wehtun«, weiß Hecking. Und wie genau sein Team den Schalkern Einhalt gebieten will, weiß der Trainer auch: »Unsere Aufgabe ist es, Schalke vor Aufgaben zu stellen. Wenn wir dann einen richtig guten Nachmittag erwischen, sind wir in der Lage Schalke zu schlagen. Auch wenn sie vom Kader noch ein Stück weit besser aufgestellt sind, als wir.«

Stindl auf dem Weg der Besserung, Resthoffnung bei Raffael

Dabei kann man beim Blick auf den Kader der Borussen momentan von einem Luxusproblem sprechen. Lediglich Lars Stindl und Mamadou Doucouré werden sicher am Samstag nicht mit dabei sein. »Die Verletzung bei Lars ist auskuriert«, so Hecking. »Aber jetzt geht es darum, die Belastung von Tag zu Tag zu steigern. Wie schnell es geht, bis er definitiv wieder zur Verfügung steht, kann ich nicht sagen.«

Während Stindl also keine Option für den erweiterten Kader ist, stehen hinter einigen Spielern noch Fragezeichen. Michael Lang trainierte am Mittwoch erstmals seit seinem Außenbandteilriss im Juli wieder mit der Mannschaft, es ist also mehr als fraglich, ob er am Samstag bereits einen Platz im Aufgebot bekommt.

Auch bei Raffael sieht es aufgrund der Wadenprobleme nicht gut aus, aber Hecking hat noch Resthoffnung. »Die medizinische Abteilung arbeitet auf Hochtouren«, so Hecking. »Ich kann aber nicht genau abschätzen, ob es für Samstag reicht. Aber wir werden kein Risiko eingehen. Wenn es ein Restrisiko gibt, ist es eher wahrscheinlich, dass er nicht spielt.«

»Idealerweise schießt er am Samstag ein Tor«

Als Alternative für Raffael dürfte Alassane Plea zu seinem Startelfdebüt in der Bundesliga kommen. Der Franzose kündigte nach seinem ersten Bundesligator gegen Augsburg an, weiter an sich arbeiten zu wollen. »Er ist körperlich auf jeden Fall weiter als noch vor vier Wochen«, weiß sein Trainer. »Idealerweise schießt er hier am Samstag ein Tor.«

Sollte Raffael doch fit werden, hat Hecking auf einer weiteren Position die Qual der Wahl. Der Coach betonte, dass es ihm selbst nicht leichtfalle, sich für oder gegen einen Spieler zu entscheiden. »Wenn zum Beispiel ein Tobi Strobl spielt und Chris Kramer nicht, dann ist das keine Entscheidung gegen Chris, sondern für Tobi. Aber egal wer spielt, ich hätte bei beiden kein schlechtes Gefühl und das gibt mir ein gutes Gefühl.«

So bleibt es auch an diesem Spieltag spannend, welche Elf Dieter Hecking gegen Schalke auflaufen lässt, um den positiven Start in die Saison weiter auszubauen.


von Nadine Basten

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