Ein Gewinner der Vorbereitung

An Cuisance »kann man richtig Spaß haben«

von Ein Gewinner der Vorbereitung

Michael Cuisance will künftig mehr spielen - die Chancen stehen nicht schlecht (Foto: TORfabrik.de)

Michael Cuisance gilt als einer der Gewinner der Vorbereitungsphase unter Marco Rose. Der 19-Jährige dürfte näher am Team sein, als im letzten Jahr. Sein Trainer fordert vom Franzosen Konstanz und Effektivität ein.

Für Michael Cuisance startet am Freitag die dritte Saison als Spieler von Borussia Mönchengladbach. Mit 19 Jahren läuft er immer noch unter dem Label ‚Talent‘, auch wenn er im ersten Profi-Jahr etwas übereilt zum ‚Spieler des Jahres‘ gewählt wurde. In seiner zweiten Spielzeit war er meist außen vor und so äußerte er noch vor ein paar Wochen Abwanderungsgedanken. Die haben sich weitestgehend verflüchtigt, auch wenn in der Gerüchteküche der Name Cuisance immer mal wieder auftaucht.

Ein gesteigertes Interesse vonseiten der Borussia, den Franzosen abzugeben, besteht nicht. In der nun zu Ende gehenden Vorbereitung hat Cuisance mehr als nur angedeutet, dass er für den neuen Chefcoach Marco Rose eine ernsthafte Alternative sein kann. »Er ist ein wirklich talentierter Spieler«, sagt Rose. »Er ist gut dabei und hat ein paar Tore gemacht in der Vorbereitung. Wenn man ihn spielen sieht, kann man richtig Spaß dran haben.«

»Dann hat er aber auch wieder Aktionen, die seinem jugendlichen Leichtsinn geschuldet, auch mal in die Hose gehen«

Aber Rose weiß selbstverständlich um die Schwächen des Youngsters, der im vergangenen Jahr die Ernsthaftigkeit vermissen ließ und auch heute noch die eine oder andere ‚Zirkusnummer‘ einstreut. »Als Trainer muss man natürlich mehr Konstanz und Effektivität einfordern«, sagt Rose. »Aber das ist bei so einem jungen Spieler auch völlig normal.« »Er hat Aktionen, die von außen betrachtet fantastisch aussehen«, so Rose weiter. »Dann hat er aber auch wieder Aktionen, die seinem jugendlichen Leichtsinn geschuldet, auch mal in die Hose gehen.«

Als Startelfspieler dürfte Michael Cuisance in den nächsten Wochen wohl nicht eingeplant sein. Doch der Youngster ist nicht weit vom Kernteam entfernt. »Für ihn geht es darum, daran zu arbeiten und sich zu entwickeln«, sagt Rose. Gleichzeitig stellt sich für den Trainer die Aufgabe, dem verspielten Franzosen die Flausen auszutreiben, ohne ihn dabei seiner Stärken zu berauben. Für beide ist das eine spannende Herausforderung.

 


von Marc Basten und Nadine Basten

 

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