Flutlichtspiel gegen Eintracht Frankfurt

»Wir wollen weiter offensiven Fußball spielen«

von Vor dem Spiel gegen Frankfurt

Berlin ist abgehakt, der Fokus richtet sich bei Dieter Hecking und Borussia auf das Heimspiel gegen Frankfurt (Foto: Martin Rose / Bongarts / Getty Images)

Es bleibt keine Zeit, sich weiterhin um die Auswärtspleite in Berlin Gedanken zu machen. Am Mittwoch (20:30 Uhr) kommt Eintracht Frankfurt in den Borussia-Park und die Gladbacher können zeigen, dass sie Lehren aus der letzten Niederlage gezogen haben

Mit sieben Punkten aus vier Spielen fuhr Borussia Mönchengladbach nach Berlin, mit einem Dämpfer kam die Mannschaft zurück. »Wir waren alle sehr euphorisiert durch den guten Start«, ließ Trainer Dieter Hecking die Reise in die Hauptstadt Revue passieren. »Aber es ist nie gut, wenn du zu euphorisch in irgendetwas reinläufst.«

So geschehen an vergangenen Samstag im Berliner Olympiastadion. »Es war sehr ärgerlich, dass wir es defensiv nicht gut gemacht haben«, so Hecking. »Dabei ging es nicht um die Leistung von einzelnen Spielern, auch wenn einige kein gutes Spiel gemacht haben. Aber wir haben jetzt die Chance, es morgen besser zu machen.«

»Es wird eine Mannschaft kommen, die uns alles abverlangen wird«

Am Mittwoch kommt die Eintracht aus Frankfurt in den Borussia- Park. Die SGE ist mit vier Punkten in die Saison gestartet und blieb bislang unter ihren Erwartungen. »Ich warne aber davor Frankfurt zu unterschätzen«, sagte Hecking im Vorfeld der Partie.

Die Eintracht ist immerhin amtierender Pokalsieger und gewann in der Europa League in Marseille. »Die Gefahr ist, dass wir glauben, dass wir besser sind als alle anderen. Das sind wir aber nicht. Wir können nicht gegen Frankfurt antreten und sagen, dass wir die mal eben schnell weghauen. Es wird ein enges Spiel werden und es wird eine Mannschaft kommen, die uns alles abverlangen wird.«

»Morgen Abend wollen wir zehn Punkte haben«

Mit einem Heimsieg gegen die Eintracht könnte man die aufkeimende Kritik nach dem Spiel gegen Berlin wieder ersticken. »Morgen Abend wollen wir zehn Punkte haben«, gibt sich auch Sportdirektor Max Eberl kämpferisch. Dafür müssen die Borussen allerdings ihre Lehren aus der ersten Saisonniederlage ziehen.

»Natürlich war es ärgerlich, aber wir wollen auch weiter offensiven Fußball spielen. Da kann man dann auch mal Gefahr laufen, ein Spiel 4:2 zu verlieren«, so Dieter Hecking. Natürlich darf der Offensivfußball nicht vernachlässigt werden, aber gerade die Defizite in der Defensive sollten schleunigst behoben werden. »Frankfurt ist eine läuferisch sehr gute Mannschaft und sie haben eine hohe Präsenz in Zweikämpfen. Das heißt, dass wir diese Präsenz auch brauchen. Die hatten wir in Berlin nicht.«

Lang könnte Elvedi verdrängen, Raffael auch für Wolfsburg noch nicht fit

Für eine bessere Stabilität in der Defensive könnte Michael Lang sorgen, der nach seiner Verletzung wieder voll im Mannschaftstraining ist und definitiv eine Alternative auf der Rechtsverteidigerposition werden könnte. Damit würde er zwar Nico Elvedi die Position streitig machen, doch dieser offenbarte in Berlin erhebliche Defizite.

Fraglich ist der Einsatz von Tony Jantschke (Stauchung am Becken). Es ist also nicht ausgeschlossen, dass auf einigen Positionen eine Rotation stattfinden wird. Im Sturm wird hingegen Alassane Plea ziemlich sicher wieder auflaufen. Das liegt auch an mangelnden Alternativen im Angriff. »Er muss mehr spielen als geplant, weil Lars Stindl und Raffael ausfallen.«

Raffael hat weiterhin mit Wadenproblemen zu kämpfen und wird gegen Frankfurt keine Alternative sein. »Auch gegen Wolfsburg wird er noch nicht spielen«, verkündete Hecking. Also muss Plea weiterhin das Toreschießen bei den Borussen übernehmen. »Es freut mich, dass wir einen Stürmer haben, der Tore machen kann. Ich bin mit seiner Entwicklung sehr zufrieden. Ich würde es ihm wünschen, wenn er morgen wieder treffen würde.«

 


von Nadine Basten

 

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