Der Schwede und sein Nachfolger

Oscar Wendt: »Meine Rolle ist klar«

von Neue Konkurrenzsituation

Oscar Wendt beim Training am Freitag im Borussia-Park (Foto: TORfabrik.de)

Weiter geht es mit der ersten Trainingswoche für die Profis von Borussia Mönchengladbach. Es geht nicht nur um die körperliche Fitness, sondern auch um gewisse Revierkämpfe. So hat Oscar Wendt mit Andreas Poulsen einen Konkurrenten bekommen.

Oscar Wendt – der ‚ewige Oscar‘ – hatte in der letzten Saison eine komfortable Situation. Einen echten Kontrahenten in Form eines gelernten Linksverteidigers gab es für den Schweden nicht. Und so galt die Regel: Ist Wendt fit, dann spielt er. Ist er nicht fit, dann gibt es ein Problem. In der Rückrunde war das teilweise der Fall und spätestens da musste den Verantwortlichen von Borussia klar geworden sein, dass man in dieser Konstellation nicht in die neue Saison gehen kann.

Die ‚Baustelle Linksverteidiger‘ hinter Oscar Wendt ist durch Andreas Poulsen geschlossen worden. Der junge Däne kommt mit einer klaren Aufgabe nach Gladbach: »Er soll Druck ausüben auf Oscar Wendt«, sagt Trainer Dieter Hecking. Sportdirektor Max Eberl ruft den offenen Konkurrenzkampf noch nicht so deutlich aus und sagt, dass Poulsen von Wendt lernen und sich einiges abschauen soll.

Doch natürlich ist es so, dass Wendt mit Poulsen seinen legitimen Nachfolger im Nacken hat. »Es ist eine super Chance für Andreas hier«, sagte Wendt am Freitag nach dem Training am Borussia-Park. »Er hat ein großes Talent und wird hoffentlich in der Zukunft eine große Rolle für Borussia spielen.«

»So lange ich hier bin, ist es mein Ziel zu spielen«

Doch der schwedische Routinier wird dem Youngster nicht bereitwillig Platz machen. »Meine Rolle ist klar: So lange ich hier bin, ist es mein Ziel zu spielen. Das war schon so vor sieben Jahren und heute ist es immer noch so. Letztendlich ist es zwar eine Entscheidung vom Trainer, aber bisher hat sich nichts geändert – außer, dass wir ein paar neue Spieler geholt haben.«

Wendt, dessen Vertrag noch ein Jahr läuft, konzentriert sich zunächst auf das Hier und Jetzt. »Die neue Saison ist noch weit weg. Ich habe mir vorgenommen, eine gute Vorbereitung zu spielen, damit ich wieder topfit bin, wenn alles losgeht. Klar ist es kein Geheimnis, dass wir es in der nächsten Saison besser machen wollen, als in der letzten.« Auf ein Saisonziel wollte sich der Co-Kapitän nicht festlegen. »Lasst uns erstmal die ersten drei, vier Wochen hart arbeiten und dann können wir mehr sagen.«

Das mit der Arbeit wird angegangen: Auch am Samstag und Sonntag wird jeweils um 10 und 15.30 Uhr trainiert.

 


von Redaktion TORfabrik

 

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